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Zwischen den Dingen : künstlerische Perspektiven zur materiellen Kultur der Gegenwart
Entstehung
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Stephanie Senge

Grüner Bundstift Moribana, 2021Produkte ,, Made in China" auseinem Wiener Flying Tiger Shop,Ton, Äste, Draht

Pos. 2

Konsum- Schrein- Liebe, 2021Gips, Draht, Holz, Farbe,Konsumprodukte, 40 x 25 x 90 cm

Konsum- Schrein- Kraft/ Erfolg, 2021Gips, Draht, Holz, Farbe,Konsumprodukte, 40 x 25 x 95 cm

Konsum- Schrein- Solidarität, 2021Gips, Draht, Holz, Farbe,Konsumprodukte, 40 x 25 x 100 cm

Konzepten wie Liebe, Solidarität oder Kraftversprechen sie ihren Käufer* innen dieOptimierung ihres individuellen Lebens.Dieser Strategie setzt die Künstlerin dasBild der starken Konsumentin entgegen,die sich politisch informiert ganz bewusstfür Gebrauchsdinge entscheidet.

Die von Senge für ihre Skulpturen gewähl-ten Formensprachen weisen darauf hin,dass der Umgang mit Dingen je nach Zeitund Ort unterschiedlich geprägt ist. Sozi-ale, religiöse, ökonomische und kulturelleBedingungen haben Anteil daran, wieDinge gesehen werden können und wie siezirkulieren. Sie stehen den Menschen nichtallein in ihrer materiellen Verfasstheitgegenüber und erschöpfen sich auch nichtin ihrem Gebrauchszweck. Vielmehr sindsie eingebunden in ein dichtes Geflechtan Bezügen, Werten und Konventionen.

Pos. 10

Stephanie Senge fügt in ihrer Ikebana-Skulptur Produkte aus dem Discounter alsjapanisches Blumenarrangement zusam-men. Sie folgt dabei den ästhetischen undphilosophischen Regeln der jahrhunder-tealten Kunstform des Ikebana, bei der einharmonischer Ausgleich zwischen linearemAufbau, Farbe und Rhythmik traditioneller-weise dazu dient, die kosmische Ordnungzu symbolisieren. Linien, die Himmel, Erdeund Menschheit repräsentieren, werdendafür zueinander in Beziehung gesetzt.

Mit ihren Konsum- Schreinen lotetSenge die Wirkmacht von alltäglichenKonsumprodukten aus. Beworben mit