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Ritt durch die Passage : Objekte rund ums Pferd ; 21.9. bis 5.12.2021
Entstehung
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,, Natürliches Zauberbuch, oder Neueröffne-ter Spielplatz rarer Künste". Im Bedarfsfallkonnte man sich auch an den Hufschmiedwenden. Dieser war nicht nur für den Hufbe-schlag zuständig, sondern übernahm alsRossarzt gleichzeitig die Behandlung derPferde. Er führte den Aderlass bei den Pfer-den durch, der über Jahrhunderte auchbeim Menschen die ärztliche Therapieschlechthin war. Diese Tortur und andereempfohlene Rezepturen dürften wahreRosskuren für Pferde gewesen sein.

Der zufällige Fund eines Pferdezahnsoder eines Hufeisens könne wiederumdem Menschen vermeintlich Glück brin-gen. Deshalb findet man Pferdezähne alsunheilabwehrendes Symbol an den soge-nannten Fraisenketten. Diese waren Schutz-amulettkonglomerate, die vor den Fraisen( Fieber- und Krampfanfälle im Kindesalter)schützen sollten, aber ebenso von Erwach-senen getragen wurden. Hufnägel und ausHufnägeln gefertigte Fingerringe gelten etwaseit dem 17. Jahrhundert als Amulett undGlücksbringer. Hufnagelringe wurden wäh-rend des Ersten Weltkriegs als Massenartikelhergestellt. Sie wurden damals in den Juwe-lierwerkstätten als Notstandsarbeit gefertigt,um den Fortbestand der Betriebe zu sichern.Dem Hl. Dunstan( um 925-988),Erzbischof von Canterbury, verdanken wirdie Geschichte eines besonderen Glücks-bringers: dem Hufeisen. Der Heilige soll alsGold- und Silberschmied gearbeitet haben,als ihm der Teufel erschien. Der forderte ihnauf, ihm seinen Huf zu beschlagen. BeimAmboss angekommen, bearbeitete derSchmied den Teufel mit seinem Schmiede-hammer, bis dieser um Gnade flehte undversprach, er werde nie wieder durch eineTür gehen, über der ein Hufeisen hänge. DasHufeisen erfüllt seinen Zweck angeblich nur,wenn es mit der Öffnung nach oben ange-bracht ist, damit das Glück nicht herausfallen

könne. Oder doch anders herum? Das

kann unter Pferdefreund* innen zu heftigenDiskussionen führen. Dass der Fund einesHufeisens Glück für den Finder oder dieFinderin bedeutet, stammt vermutlich ausder Zeit, als Eisen noch rar und teuer war.

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Hl. Leonhard von NoblatHolz, geschnitzt und polychromiert,Kleine Figur mit Kette in der Hand.Unübliche Darstellung des Heiligen mitKrone und der Namensform Leonard".Angekauft im Pongau, Salzburg;vermutlich 19. JahrhundertÖMV/ 46.219

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Votivpferd

Eisen, geschmiedet

Pferdefigur mit langem Rumpf,kleinen Ohren und langem, nachinnen gebogenem Schweif

Vermutlich Oberösterreich; 19. JahrhundertÖMV/ 29.061

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Votivpferd

Eisen, geschmiedet

Pferdefigur mit langem Rumpf,Mähnen- und Schweifpartie durchMeißelkerben angedeutetSteiermark; 19. JahrhundertÖMV/ 46.871

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Votivpferd

Eisen, geschmiedet

Wien; vermutlich Ende 18. JahrhundertÖMV/ 48.320