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Reisen & Andenken : eine Hommage an das Souvenir
Entstehung
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in sogenannte Billiglohnländer ermög-lichten der Souvenirindustrie lukrativeGeschäfte mit dem Massentourismus.

Die Einheitsware des kommerzi-ellen Andenkens spiegelt nicht nur dieSehnsuchtsorte der Reisenden wider,sondern wird als solches überall erkannt.Vom Wanderurlaub zeugen beispielsweiseStocknägel( kleine Plaketten aus Blech,die man an den Geh- oder Wanderstocknagelt) und Hutanstecker. Kofferaufkleberweisen Weitgereiste schon anhand ihresGepäcks aus. Tassen und Teller sind seltenfür den Gebrauch bestimmt, sondern wan-dern zum Bestaunen in die Vitrinen. Enzi-an, Almrausch und das sagenumwobeneEdelweiß stehen immer noch klischeehaftfür die Alpenwelt. Da braucht der Namedes Verkaufsortes nur noch austauschbareingesetzt zu werden. Die Wandbretter auslänglichen Holzscheiben mit Sprüchen undBilddekor zählten einmal zu den Klassikernunter den Reiseandenken, fanden aller-dings kaum Niederschlag in den Samm-lungen des Volkskundemuseum Wien.

Dann gibt es die Mitbringsel, diesofort klischeehaft einem bestimmten Her-kunftsort als Alleinstellungsmerkmal zuge-schrieben werden können: die Gondel ausVenedig, die Miniaturklompen aus Hollandoder das Buddelschiff aus Hamburg. Dasfolkloristische Element reflektiert immerauch die Vorstellungen der Reisendenüber ihr Reiseland. Ein Beispiel sind dieTrachtenpuppen, die nie nach der aktuel-len Alltagsmode gekleidet sind, sondernromantisierende, folkloristische Beklei-dungsformen als regional authentischvortäuschen. Das regionale kulinarischeSouvenir darf im Gepäck ebenfalls nichtfehlen. Wie auch immer: Reisen werdenwieder möglich sein und mit ihnen wirddas typische, preisgünstige, echte oder

regionale Souvenir in die Koffer wandernkönnen. Beim wehmütigen Betrachten deseinen oder anderen Staubfängers könnteman dennoch die Pandemie zum Anlassnehmen, das eigene Reiseverhalten zuüberdenken. Nachhaltigkeit im Tourismus,Fortschritte beim Klimaschutz, ressour-censchonende und regionale Produktionsowie faire Arbeitsbedingungen in der Sou-venirindustrie sollten nicht Einschränkungbedeuten, sondern zukünftige Formen desReisens und Andenkens entstehen lassen.

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Kaffeehäferl aus Hütteldorf( heute Wien, 14. Bezirk)ÖMV/ 84.307

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Kaffeehäferl aus MönichkirchenÖMV/ 89.286

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Mokkatasse aus Maria Brunn( heute Wien, 14. Bezirk)ÖMV/ 89.287

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Wanderstock mit StocknägelnÖMV/ 75.685

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Holzzierteller aus Mariazell

Wappen mit steirischem Panther undAlpenblumendekor

ÖMV/ 83.533