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Petra Černe Oven, Barbara Predan, Kuratorinnen
Past Future Perfect
Seit dem Bestehen von Museen und Ausstellungen bauten deren Ini-tiatoren auf größere Geschichten. Geschichten, mit denen sie primärmit dem Besucher zu kommunizieren versuchten. Die Kommunikati-on der Kuratoren und Gestalter der Ausstellungen basierte in großemMaße auf Datenübertragung. Anders gesagt, die Betonung lag( undliegt) auf der Visualisierung des Inhalts in Zeit und Raum, und eben-diese Visualisierung ist für den Besucher gedacht.
Wie bei allem anderen veränderte die Entwicklungauch die Inhaltsvisualisierung. Großen Einfluss daraufhatten Geschehnisse in Künstlerbewegungen, imDesign, in der Architektur, Veränderungen in Musea-lität und Konservierung sowie in anderen Disziplinen,doch im Mittelpunkt blieben immer die Geschichten.Das Entstehen dieser Geschichten kann geradlinig oderaber kurvenreich und verflochten sein. Die Ausstel-lung Past Future Perfect war beides. Der ursprünglicheZweck der Zusammenarbeit war es, während der ViennaDesign Week( VDW) im Österreichischen Museum fürVolkskunde ausgewählte Stücke des zeitgenössischenslowenischen Designs vorzustellen. Der rote Faden desEreignisses lautete„ Mauer, Abriss der Mauer", weshalbes passend schien, eine Intervention in der Schausamm-lung des Museums zu machen. Eine Intervention, die dieMauer abreißt und eine auf den ersten Blick ungewöhn-liche Verbindung schafft.
Ungewöhnlich aus dem Grund, weil es bei der Paarungder Stücke einer ethnographischen Sammlung mit Stü-cken des modernen Designs scheint, als gäbe es keineVerbindung. Tatsache ist jedoch, dass alle designtenStücke( sei es von einem Profidesigner, sei es von einemLaien) drei Dinge gemeinsam haben: alle stehen auf denSchultern der Vergangenheit, schöpfen aus der Gegen-wart und bilden die Basis für die Zukunft. Sie bergensowohl den ersten Archetypen als auch den Samen derZukunft in sich. Oder wie ein bekanntes Sprichwortbesagt: Erforsche die Geschichte, wenn du die Zukunftdefinieren willst.
Die Geschichte der Intervention
Das Konzept der Ausstellung folgt dieser Prämisse. Esfuẞt auf der Herstellung einer Verbindung zwischenzwei Produkten in zwölf ausgewählten Ausstellungs-räumen. Das erste Objekt ist Teil der Schausammlung
Future?
VOLKSKUNDE
MUSEUM
Für die kommenden Jahre sind Maßnahmen ge-plant, die die Sammlungen( historische Komponen-te) sowie den Anspruch der Bearbeitung des„ Alltags"als immer offenes Kapitel musealer Arbeit( pros-pektive Komponente) und die damit verbundenenpraxeologischen Fragen( museologische Komponen-te) vereinen.
Vor dem Hintergrund der Metafragen nachRessourcen, Governance, Museum und Gesell-schaft, Kulturpolitik und Management sollen dabeiDimensionen des Museums eröffnet werden, die mitunterschiedlichen Erwartungs-, Gebrauchs- und Re-zeptionsansprüchen der Öffentlichkeit interagieren.
Über die diskursive Implementierung gesellschaft-licher Alltage in die Museumsarbeit soll nicht nur einevon der Institution ausgehende Reflexion stattfinden,sondern über unterschiedliche Austauschverhältnisseein sozialer Ort generiert werden.Matthias Beitl, Direktor
Future?
SCHAMROCK
Festival der Dichterinnen
Mit„ kreativer Wut" die Welt verändern. Das ist dieIntention des Schamrock- Festivals der Dichterinnen.Über 50 Lyrikerinnen aus 13 Ländern, darunter auchdie Slowenin Anja Golob, treffen sich im Oktober2014 in München und Wien zum zweiten Mal zu ei-nem generationen- und grenzüberschreitenden Lese-fest. Die poetische Biennale knüpft mit Frauenpowerein internationales Netzwerk, verbindet Länder undversucht, mittels Poesie gesellschaftliche Struktu-ren gerechter zu machen, gestern, heute und morgen.Augusta Laar, künstlerische Leiterin