Druckschrift 
SKICA:mat : past, future, perfect ; [Volkskundemuseum trifft auf zeitgenössisches slowenisches Design im Rahmen der Vienna Design Week 2014 ; Fr, 26.9.2014 - Mi, 15.4.2015 Volkskundemuseum, 1080 Wien]
Entstehung
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Gerade die Techniken, Technologien und Formen, diewir in der vergangenen und gegenwärtigen Material-kultur erforschen können, erzählen unaufhörlich vonder Verbundenheit des Objekts mit dem Menschen undder Gesellschaft, in der sie entstanden sind. Über denanalytischen Blick zurück erkennen wir Muster undAntworten, die für die heutigen Designer relevant seinkönnen- nicht nur im Hinblick auf vergessene Techno-logien und Organisationsmethoden, sondern auch alsInspiration für die Etablierung neuer Methoden undKreativitäten für die Zukunft.

Folglich ist das Verhältnis zur Vergangenheit eineNotwendigkeit für jeden Menschen, und für Designerumso mehr. Nicht nur wegen des Verstehens professio-neller Leistungen und des Lehrens aus Beispielen guterPraxis, sondern auch wegen des Verstehens eines brei-teren Kontexts in der Gesellschaft, in der Gestaltungder Umwelt und der Effekte, die generiert werden. Dievielen Probleme, die wir heutzutage zu lösen versuchen,haben vor uns schon andere zu lösen versucht( und sienicht selten auch gelöst). Dennoch wird die Kenntnisder Vergangenheit sowohl auf dem Gebiet des Designsals auch allgemein oft übersehen.

Sean O'Brien schrieb im Artikel Read poetry: it's quitehard" für die Zeitung The Guardian: Das Wort, Rele-vanz' schwebt über uns- dieser moderne Fetisch, so oftbenutzt, um Unwissen zu mindern und den Mangel anNeugierde zu rechtfertigen.[...] Junge Menschen[ diedie Geschichte nicht kennen] haben im Grunde keineGeschichte, und wenn dies der Fall ist, verringert sich ihreeigene Bedeutung. Das Problem ist nicht, ob Shakespeareoder die Bibel oder TS Eliot, relevant' für sie sind, sondernob sie sich selbst als Teil eines Kontinuums sehen, alsGemeinschaft, die sich über die Geschichte ausdehnt."

Der Schlüssel liegt also in der Fähigkeit oder besser ge-sagt Tauglichkeit, die eigene Arbeit als Ausbau all dessenzu verstehen, was vor einem selbst geschah. Dies kannman Pragmatismus oder einfachen Hausverstand nen-nen: Wieso bei null beginnen, wenn andere vor dir schonStiegen und einen Aufzug bis zum 5. Stock gebaut haben?Darum ist es kein Wunder, dass der japanische Grafik-designer Kenya Hara im Buch Graphic Design Historydas Design zwischen Vergangenheit und Zukunft stellt: Die Zukunft liegt vor uns, doch hinter uns ist auch einewundervolle Akkumulation von Geschichte- eine Quelleder Fantasie und Kreativität. Ich denke, wir bezeichnenals kreativ' die Dynamiken intellektueller Ideen, die zwi-schen Zukunft und Vergangenheit hin und her fließen."

Wenn wir all das ignorieren, werden wir die Fehler derVergangenheit wiederholen und unnötige Mängel inneuen Ansätzen generieren. Faktum ist, dass wir mitakkumuliertem, vergangenem Können und Wissen denWeg zu erfolgreichen Lösungen drastisch abkürzen. Miteinem wichtigen Zusatz: Während wir zurückblicken,müssen wir uns unaufhörlich fragen, was uns das Ver-gangene heute bedeutet. Mit der luziden Antizipationdes Bestehenden können wir Methoden für ein anderesSchaffen in der heutigen Welt finden. Die zahlreichenFragen, die in der Vergangenheit aktuell waren, bleibenes im Grunde auch heute noch. So betrachtet bestätigtsich von der Warte des Designs aus die Aktualität desVergangenen immer wieder aufs Neue.

Future?

LET'S CEEFilm Festival

Great Cinema from Central and Eastern Europe

Heineken

Future?

WAVESVIENNA

Music Festival& Conference

Das Internet hat sich für viele Wirtschaftszweige alsgewaltige Chance und Bedrohung zugleich erwiesen.Die Filmbranche gehört dabei zu den Bereichen, dievon den Umwälzungen der digitalen Welt am meis-ten betroffen sind. In einer Zeit, in der man sich aufKnopfdruck fast schon jeden Film der Welt in besterQualität auf einen Jumbo- Bildschirm bequem undkostengünstig ins Wohnzimmer holen kann, stehendamit natürlich nicht nur die Kinos, sondern auchdie Filmfestivals vor großen Herausforderungen.Ihre Stärken, von der Kompetenz bei der Pro-grammgestaltung über das Erlebnis der kollektivenWahrnehmung bis zur Möglichkeit der persönlichenBegegnung mit Filmemachern, sind freilich nicht zuersetzen und werden gut gemachten Festivals auchkünftig das Überleben sichern.

Magdalena Żelasko und Wolfgang P. Schwelle,Direktoren des LET'S CEE Film Festivals

Musik wird immer ein wichtiger Bestandteil desalltäglichen Lebens sein und in 25 Jahren wird sichwohl die Art und Weise, wie man Musik konsumiert,drastisch verändert haben. Konzerten wird manwohl nicht mehr ausschließlich in Persona beiwoh-nen, sondern mittels Hologramm ins Wohnzimmerübertragen bekommen, wo man sich trotz der Tatsa-che, dass man die eigenen vier Wände nicht verlas-sen hat, mitten im Geschehen auf einem anderenKontinent wähnen wird. Erste Reihe fußfrei für alle!Thomas Heher, Festival Direktor