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SKICA:mat : past, future, perfect ; [Volkskundemuseum trifft auf zeitgenössisches slowenisches Design im Rahmen der Vienna Design Week 2014 ; Fr, 26.9.2014 - Mi, 15.4.2015 Volkskundemuseum, 1080 Wien]
Entstehung
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SKICA: mat 4

Past Future Perfect

Herausgeber:

SKICA Slowenisches Kulturinformationszentrum

www.skica.at, office@skica.at

Redaktion: Ana Novak, Barbara Predan

Übersetzung: Marjeta Wakounig

Lektüre und Korrektur: Katarina Novak

Titelfoto: Jure Miklavc( Aus der Ausstellung Past FuturePerfect: Lampe Tywa von Jure Miklavc.)

Design: Phant& Puntza

Druck: REMAprint

Past Future Perfect

Volkskundemuseum trifft auf zeitgenössisches

slowenisches Design

im Rahmen der Vienna Design Week 2014

Fr, 26. 9. 2014- Mi, 15. 4. 2015

Volkskundemuseum, 1080 Wien( volkskundemuseum.at)Kuratorinnen: Barbara Predan und Petra Černe Oven( Pekinpah Verein)

Gestaltung: Studio MiklavcOrganisation: SKICA

in Kooperation mit Pekinpah, Ljubljana

Collecting the Future?

Di, 30. 9. 2014 um 18 Uhr

Gespräch mit den Kuratorinnen Barbara Predan undPetra Černe Oven, dem slowenischen Designer JureMIklavc, dem Direktor des VolkskundemuseumsMatthias Beitl und dem Kurator desVolkskundemuseums Herbert Justnik.

SHICA.

Slowenisches

Kulturinformationszentrum

SKICA

VIENNADESIGN

WEEK

Programm-partner

VOLKSKUNDE

REPTE

Repete jazz& okrepčila

Gornji trg 23, Ljubljana

É TREE( 2014) von Sonja Pr

MUSEUM

Lumar

PEKINPAH

stmiklavcudio

LET'S CEEFilm Festival

Großes Kino aus Zentral- und OsteuropaFokus auf Slowenien( eine Auswahl):THE TREE( 2014) von Sonja ProsencULAY( 2013) von Damjan Kozole

2.- 11. Oktober 2014

Programm und Kartenverkauf ab Ende August unterletsceefilmfestival.com und eticket.com

sowie vom 2.- 11. Oktober in den Festival- Kinos:Village Cinemas Wien Mitte

Actor's Studio Wien

Urania Kino

facebook/ LetsCEE

Ana Novak, Leiterin des SKICA

Zeitzeuge der Zukunft

Design ist der beste Zeitzeuge und Ethnologie bzw. Kulturanthropo-logie ist der beste Zeitchronist. Das Sujet, mit dem sich beide beschäf-tigen, ist der Alltag. Wie wir leben, wie wir unsere Tage und unsereUmwelt gestalten, um möglichst bequem und angenehm zu leben.

Die Bedürfnisse der Menschen sind universal, einige von ihnen sindals Menschenrechte anerkannt. Tatsache ist, man sieht sich um, holtaus seiner Umwelt das, was man braucht, und macht die notwen-digen Anpassungen. Dabei führt uns immer dieselbe Ambition: dasLeben und die Welt noch besser zu gestalten.

Unser Alltag ist mit geo- klimatischen Umständen und mit sozio- kul-turellen Kontexten stark geprägt. Manche nennen es Mode, mancheEntwicklung. Oder wie es der Anthropologe Clifford Geertz sagte: One of the most significant facts about humanity may finally be thatwe all begin with the natural equipment to live a thousand kinds oflife but end in the end having lived only one."

Die globale Wirtschaft hat das Potenzial der Kulturwissenschaftenfür Eroberung( und Erhaltung) der Märkte schon längst anerkannt.Kulturanthropologen sind gefragte Berater vieler multinationalerKorporationen und kulturwissenschaftliche Studien werden in vielenExecutive Offices gelesen.

Thousand kinds of life beschäftigen auch die Designer. ErfolgreichesDesign trifft punktgenau auf die Bedürfnisse der Menschen undbringt eine neue Qualität in den Alltag. Bei der Gestaltung der Objek-te sowie der Leistungen bemüht sich der Designer, die Vielfalt undgleichzeitig die Universalität zu umfassen.

Auf diesem Weg zur Perfektion ist die Kulturanthropologie ein guterGesprächspartner und eine kompetente Quelle des Wissens. DieKulturwissenschaften beobachten, reflektieren und analysieren denAlltag, also auch die Funktion und Funktionalität des Designs. DieArt und Weise, wie wir die Produkte und die Leistungen benutzen,werden auch unter die Luppe genommen.

In ihrer Essenz ist unsere Lebensart also ein Prozess. Vielleicht nichtimmer auf den ersten Blick und vielleicht nicht immer bewusst oderabsichtlich. Aber dennoch: eine gewisse Offenheit ist nicht zu ver-neinen. In dieser Fluidität der Gewohnheiten und Bräuche lädt unsDesign praktisch 24/7 ein, unseren Alltag zu verbessern, und bietetuns dabei neue oder neu gepflasterte Wege.

Design und Kulturwissenschaften sind- ob sie es wollen oder nicht-in diesem Zusammenspiel und Wechselwirkungen verbunden. Auf-grund ihrer Neugier und Selbstreflexion sind beide Disziplinen starkin der Gegenwart verankert, doch eine blickt in die Vergangenheitund die andere in die Zukunft.

Die Entstehung der Ausstellung Past Future Perfect war eine eigen-artige Erfahrung auch für mich als Beobachter. Es war tatsächlicheine Begegnung zweier Welten und schon die Vorbereitungsphaseselbst war fast wie eine Field Study. Das Museum hat seine Türenbreit geöffnet- mit der mutigen Einladung zu einem Feedback überdie eigene Schausammlung. Die Autoren der Ausstellung sind mitFeingefühl und Respekt herangegangen. Es entstand ein Dialog undein vollkommen konkretes Potenzial für eine zukünftige Plattformder guten Praxis hat sich entwickelt.

P.S.: Viele sehen die Kulturanthropologie als den Beruf der Zukunft.Ich stimme dem zu.