N
Gravur- Dekor, das allerdings eher in den begütertenHaushalten als Zier-, Schau- und RepräsentationsgutVerwendung gefunden hatte. Fein säuberlich poliertwurde es auf Wandborden, Buffets und offenenAnrichten als Dekorations- und/ oder Erinnerungs-stück zur Schau gestellt. Durch die Gravierung undseinenGlanzwirkte das
mattschimmernden
Zinngeschirr außerordentlich attraktiv auf denBetrachter.
Thematisch weisen die Gravierungen das gesamteSpektrum volkskundlicher Motivik auf: neben denreligiösen Motiven, wie verschiedene Heilige( Namenspatrone) und ähnliches, findet man das Themaetwa in Darstellungen eines Liebespaares,Storches mit zwei Wickelkindern oder einesKindes in einer Wiege. Weitere Motive sind etwaTier- und Pflanzendarstellungen und Szenen aus derzünftischen Lebens- und Arbeitswelt.
Liebeeines
Nicht minder beliebt bei den weniger Begüterten warZinn als Schmuck an Körper und Kleidung. Auch hierübernahm Zinn im 18. und 19. Jahrhundert dieFunktion als" Silber desMannes".
kleinen
Miederhaken,( Schuh-) Schnallen, Tüchelringe,Ketten, Knöpfe, Fingerringe und Zierstifte fürGürtel und anderes mehr waren das übliche Sortimentder Zinngießer.
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