Danach durfte das sogenannte10% und
das
" Feinzinn"
" Probzinn" mehr als
bis
höchstens
10%Bleianteile enthalten. Das edle Zinn, wie etwa das" Schlaggenwalder"" S.W.FEINZINN", das ursprünglich
aus
dem erzgebirgischen Ort Schlaggenwald stammte,mußte ganz ohne Bleizusatz gefertigt sein.
Im Laufe der Zeit entwickelten die Zinngießer immerwieder eigene" Zinnmarken", die für die Qualitätdes Materiales bürgen sollten. Meistens verwendeteder Meister ein eigens entworfenes Meisterzeichenund setzte dazu das Stadtwappen.
Ab
dem 17. Jahrhundert kommt zur Stadt- undMeistermarke noch eine dritte Marke, nämlich dieQualitätsmarke hinzu.Heutzutage gibt es mitProbleme mehr, daStattdessen verwendet man das ungiftige Wismuthoder eben nur reines Zinn.
mit dem Bleizusatz keinedieser Zusatz wegfällt.
Alle gemarkten Gegenstände hatten als Qualitätswarenatürlich auch ihren Preis. Naturgemäß waren dieseStücke für den Alltagsgebrauch besonders derärmeren Bevölkerung unerschwinglich. Dennoch findet
sich
bei diesen
weniger begüterten
von
auchBevölkerungsschichten ein reichhaltiges Zinngerät,allerdings ohne jede Marke. Wandernde Zinngieẞeraus Piemont waren in eine" Marktlücke" eingedrungenund hatten besonders in abgelegenen TälernHof zu Hof wandernd- das zerbrochene Zinngeschirrder Bauern eingeschmolzen und neues Gerät darausgegossen. Diese" Störer"( die herrschende Zunft-ordnung störend)
ortsansässigen
irritierten FOR VOLKS
Meister in hohem Maße.
BIBLIOTHEK
396051.9408. MRZ. 1995
USTA
WIEN