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Zinn : Sonderausstellung ; 26.11. - 18.12.1994
Entstehung
Wien [1994]
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Danach durfte das sogenannte10% und

das

" Feinzinn"

" Probzinn" mehr als

bis

höchstens

10%Bleianteile enthalten. Das edle Zinn, wie etwa das" Schlaggenwalder"" S.W.FEINZINN", das ursprünglich

aus

dem erzgebirgischen Ort Schlaggenwald stammte,mußte ganz ohne Bleizusatz gefertigt sein.

Im Laufe der Zeit entwickelten die Zinngießer immerwieder eigene" Zinnmarken", die für die Qualitätdes Materiales bürgen sollten. Meistens verwendeteder Meister ein eigens entworfenes Meisterzeichenund setzte dazu das Stadtwappen.

Ab

dem 17. Jahrhundert kommt zur Stadt- undMeistermarke noch eine dritte Marke, nämlich dieQualitätsmarke hinzu.Heutzutage gibt es mitProbleme mehr, daStattdessen verwendet man das ungiftige Wismuthoder eben nur reines Zinn.

mit dem Bleizusatz keinedieser Zusatz wegfällt.

Alle gemarkten Gegenstände hatten als Qualitätswarenatürlich auch ihren Preis. Naturgemäß waren dieseStücke für den Alltagsgebrauch besonders derärmeren Bevölkerung unerschwinglich. Dennoch findet

sich

bei diesen

weniger begüterten

von

auchBevölkerungsschichten ein reichhaltiges Zinngerät,allerdings ohne jede Marke. Wandernde Zinngieẞeraus Piemont waren in eine" Marktlücke" eingedrungenund hatten besonders in abgelegenen TälernHof zu Hof wandernd- das zerbrochene Zinngeschirrder Bauern eingeschmolzen und neues Gerät darausgegossen. Diese" Störer"( die herrschende Zunft-ordnung störend)

ortsansässigen

irritierten FOR VOLKS

Meister in hohem Maße.

BIBLIOTHEK

396051.9408. MRZ. 1995

USTA

WIEN