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Schmuck aus Haaren : Sonderausstellung im Steirischen Volkskundemuseum am Steiermärkischen Landesmuseum Joanneum ; vom 15. Jänner bis 12. Mai 1985
Entstehung
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Um 1920 scheint für die österreichischen Friseureund Perückenmacher dieser Nebenerwerbs zweig end-gültig der Vergangenheit anzugehören und wert,die noch erhaltenen Meisterwerke in einem Fri-seurmuseum im sechsten Wiener Gemeindebezirk derNachwelt zu erhalten. Im August 1966 widmet dieNeue Illustrierte Wochenschau dem Museum einenausführlichen Bericht, aber noch im selben Jahrsperrt es aufgrund allgemeiner Interesselosig-keit an der Betreuung, zu hoher Restaurierungs-kosten und räumlicher Schwierigkeiten seinePforten. Eine Anfrage in der Wiener Berufsschulefür Friseure ergab, daß seit ihrer Gründung imJahre 1924 keine derartigen Arbeiten gelehrt unddurchgeführt wurden.

Aus späteren Jahren finden sich nur noch verein-zelt Belegstücke für ein Fortleben dieser Tradi-tion, wie etwa eine Haarkrone in der MariazellerWallfahrtskirche, die um 1960 verfertigt und fürHilfe in schwerer Krankheit der Mutter Gottesgeopfert wurde. Oder zwei Anstecksträußchen, dievon einer pensionierten Friseurin aus Nieder-österreich um 1978 hergestellt wurden und sichim Besitz des Österreichischen Museums für Volks-kunde in Wien befinden.