mit den budgetären Möglichkeiten eines Museums, sodain den letzten Jahren diesbezüglich ein Stop in derErweiterung des Krippenbestandes unseres Museums er-folgen mußte.
Von den in geringer Anzahl erhaltenen Oster- und Fa-stenkrippen haben sich auch einige recht interessanteBeispiele im Salzburger Museum erhalten. Die eingangserwähnte große Simultankrippe aus Rauris im Salzbur-gischen birgt in ihrem hohen dreieckigen Kastenraumdie in bäuerlicher Naivität eindrucksvoll geschnitz-ten Szenen der Passion. Eine weitere Passionskrippeaus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts setztsich aus sechs Kastenkrippen mit gemaltem theatra-lischen Hintergrund und gestellten figürlichenKreuzwegstationen zusammen. Im Vorjahr konnte einekleine Passionskrippe mit barocken, geschnitztenund vergoldeten Figürchen von nur sieben Zentime-tern Höhe wieder schaustellungswürdig restauriertwerden.
Dem bäuerlich salzburgischen Themenkreis des" Frautragens" zuzuordnen ist eine der Bogenberg-Madonna nachempfundene Marienfigur, welche mitall ihren barocken Stilmerkmalen von guter Quali-tät zeugt. Überdeutlich das Verstehen des Gesche-hens noch unterstreichend ist in die Wölbung desweiblichen Körpers eine verglaste Vertiefungeingebracht, in der das noch ungeborene Jesus-kind mit segnend erhobener Hand zu sehen ist.
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