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Volkskunst aus dem Ausseerland : Sonderausstellung zum Gedenken an Konrad Mautner (1880 - 1924) ; vom 23. 5. 1980 - 20. 10. 1980 im Schloßmuseum Gobelsburg, vom 26. 10. 1980 - 8. 3. 1981 im Gartenpalais Schönborn
Entstehung
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Die Sammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde konnteim Verlauf der jüngeren Sammlungsgeschichte um manches erleseneStück aus dem Ausseer- Land erweitert werden. In ihrer Gesamtheitvermittelt diese Kollektion einen guten Einblick in die Lebens-welt des Salzkammergutes und dokumentiert die Kunstfertigkeitseiner alteingesessenen Bevölkerung. Es war vor allem der ge-sicherte Lebensunterhalt und die geregelte Arbeitszeit der imSalzwesen beschäftigten Menschen, die sie zu einer beachtlichenkünstlerischen Entfaltung kommen ließ. Man trifft kaum ein Hausohne" Machlkammer"( Werkstatt), in der nicht in irgendeinerWeise Holz bearbeitet würde. Nach wie vor weiß man die Brett-schaufel oder die" Knoschpen"( Holzschuhe) zu verfertigen. Diegestochenen Buttermodeln und ausgesägten Löffelreme mit ihrerlebendigen Laienmalerei zählen heute zu den gesuchten Antiqui-täten. Die Frauen bedienen sich bei ihrer künstlerischen Betäti-gung des Strickzeuges. Gemodelte Stutzen und Westen gehören hierzum Alltagsbild. Tisch- und" Altartücher" verziert man mitKreuzstichmustern. Der Handdruck wurde von Konrad Mautners FrauAnna, die dabei Druckstöcke des Österreichischen Museums fürVolkskunde verwendete, begonnen. Besonders die gedruckten Seiden-tücher bilden ein bezeichnendes Accessoire der Ausseer Tracht.Den entsprechenden Trachtenschmuck liefert seit drei Generati-onen der Ausseer Silberschmied Elßenwenger. Für den" originalenAusseerhut" und eine" originale" Lederhose sorgen der HutmacherLeithner und der Lederhosenmacher Reich. Dieser Handwerkstradi-tion ist es zu verdanken, daß die Tracht im Ausseer- Land leben-dig geblieben ist.

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