Dinge stehen für eine spezifische Tradition.Sie vermitteln ein Wertegefüge mit hohemmoralischen Anspruch, und sie dienen derkulturellen Repräsentation.
Doch der Verlauf der Sammlungsgeschichtedes ,, ältesten Trägers des Spargedankensin Österreich", der Ersten österreichischenSpar- Casse, zeigt unterschiedliche Konjunk-turen im Umgang mit eigenen Sachwerten.Die hier gezeigten Sparbüchsen sind Teileiner umfangreichen Sammlung, die ab1952 konsequent aufgebaut wurde. Am 21.Oktober 1963 eröffnete man am Graben,Tuchlauben 4, das Museum der Ersten ös-terreichischen Spar- Casse.
Der Kunsthistoriker Rupert Feuchtmüllerleitete damals die Einrichtung des Museumsund publizierte eine Begleitbroschüre, dieeinen kurzen Überblick über die Bandbreiteder Sammlung bot.
Ende der 1960er Jahre wanderten Teileder Sammlung als Jubiläumsausstellungendurch Österreich, bis schließlich 1973 dasMuseum stillgelegt wurde. 1982 entschiedman sich, das Museum zu revitalisieren,engagierte einschlägige Experten undevaluierte die Sammlungsbestände. Erneutwurden Wanderausstellungen organisiert,bis die Sammlung schließlich 1994 einenneuen Standort im Maria- Theresien- Schlößlin Wien- Gersthof erhielt. Nachdem 1996die Aktivitäten des Museums eingestelltwurden, entschied man sich im darauf fol-genden Jahr, alle Sammlungen des Institutssystematisch zu erfassen und zu bewerten.Neben den erwähnten Sparbüchsen lagernin den Depots Geldbörsen, Münzen, Bank-noten, Naturalgeld, Notgeld und Sparbü-cher- insgesamt etwa 8000 Objekte.Die Entwicklung der Sparbüchse geht mit