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Von Puppen und PrinzessinnenAusgewählte Spargeschichten
Das eigene Haus, der Auslandsurlaub undirgendwann ein Auto. Glaubt man den Wer-bekampagnen von Geldinstituten, warendie Sparziele der Nachkriegszeit immer diegleichen. Tatsächlich prägten oft beschei-denere, aber auch subjektiv wichtigereSparziele die Erinnerung; Gegenstände vorallem, die mit der Emanzipation von denEltern und mit Selbstbestimmung zu tunhaben. zeleno zebbled in ener
Was waren die prägendsten Sparziele? Undwie wurden sie erspart?
Und gegen wen musste man die Sparzieleeventuell durchsetzen? onu notions
In meiner Jugendzeit bestimmten nochEltern, Verwandte und deren Freunde überden Beruf der Kinder. Ich hätte so gernedie Schule noch weiter besucht, aber manwählte für mich einen Handwerksberuf inWien. Gut, dann wollte ich im geheimen dieMatura im Fernstudium ablegen. Aber dazu,so fand ich, war eine schon seit langem heißersehnte Schreibmaschine vonnöten. Sorein Gerät war damals ziemlich teuer, undnun kam mein sorgsam gehütetes Spar- 62buch zum Einsatz. Mit seiner Hilfe konnteich mich für eine Reiseschreibmaschine bamit hellbraunem Koffer und abnehmbaremDeckel entscheiden. Sie hieß ,, Princess", undich war unbändig stolz auf diese Anschaf-fung, das Ergebnis langjähriger Ersparnisse!
Anton Leitner, pensionierter Lehrer