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Sonderausstellung Die Ungarische Bauernküche : aus dem Néprajzi Múzeum, Budapest ; Katalog
Entstehung
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tion zu Generation vererbt. Zu-sammen mit den Töpfen vererbtsich auch die Küchenkultur, diefür die Zubereitung der Speisenerforderlich ist.

Die Aufbewahrungsbehälter derNahrungsmittel blieben wegender seit Jahrhunderten kontinuier-lich benutzten Grundstoffe erhal-ten, immer wieder wurden diegleichen Vorratsgefäße herge-stellt. Nur das Geschirr folgt denentscheidenden Veränderungendes Wirtschaftens, es bliebmanchmal unverändert erhalten,wandelte sich bzw. verschwand.Es verschwand, weil die Bauern-familien vom Erzeuger zum Ver-braucher wurden. Selbstverständ-lich brauchte eine konsumierendeBauernwirtschaft andere Geräteals eine produzierende. Anderssieht es aus mit den Geräten zumServieren. Sie besitzen eine ganzandere Bedeutung, sie bringenden Besitzstand und, Status"des Eigentümers zum Ausdruck.Früher wurden die Speisen aufganz einfache Art und Weise ver-zehrt, es wurde entweder ausdem Kochgeschirr gegessen oderaber aus der gemeinsamenSchüssel. Gelegentlich wurdeauch die Nahrung auf den Tischgeschüttet, und jeder davon.Später jeder aus einer eigenenSchüssel. An den Küchengeräten,besonders an den Geräten zumServieren war eine Veränderungder Wirtschaft ebenso abzulesenwie an der Gesamtheit der bäuer-lichen Geräte. Während die ,, guteStube" immer mehr allgemein üb-lich wurde, wird auch ein Teil der

Haushaltsgerätschaften zum sym-bolischen Ausdruck der Position,die der Eigentümer in der Ge-meinschaft einnimmt. In Mezökö-vesd war die Zahl, die Verzierungund die Anordnung der die Dieleschmückenden irdenen Wandtel-ler in jedem Hause mit heiratsfä-higen Töchtern obligatorisch. Ineinigen Gegenden Ungarns sinddiese irdenen Teller ebenfalls Be-standteil der materiellen Güter ei-ner Familie wie die Textilien, dieoftmals vollkommen unbenutztweitervererbt werden, ohne daßsie ihren materiellen und gesell-schaftlichen Wert einbüßen. DieServiergeräte folgen den ge-schmacklichen Ansprüchen dergegebenen Zeit, während die Ge-räte zum Kochen und Braten bzw.Backen nur durch den Wandel derFeuerstelle bzw. der

Zubereitungstechnik verändertwerden. Letztere müssen alsoebenso eingeschätzt werden wiedie anderen Arbeitsgeräte, dasWerkzeug, das gemeinsam mitdem Arbeitsvorgang erhalten.bleibt.

Nach dem gegenwärtigen Standverfügen unsere Forschungennicht über Analysen, aufgrund de-ren wir die Entwicklung, denWandel und die Differenziertheitder Haushaltsgeräte für die Kü-che zusammenfassend auswertenkönnten. Von den- immer zahl-reicheren gesammelten Anga-

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ben wollen wir als Illustration dasInventar der Gerätschaften vonzwei Haushalten vorstellen.I. Küchengerätschaften eines Bin-dermeisters aus Szekszárd( 1906):