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Sonderausstellung Die Ungarische Bauernküche : aus dem Néprajzi Múzeum, Budapest ; Katalog
Entstehung
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Zum Abendbrot wird zu mehr als50 Prozent warm gegessen, ent-weder Frischgekochtes oder Re-ste vom Mittagessen.

Nach Angaben aus den 50er Jah-ren werden in Westungarn zumFrühstück häufiger Milch undProdukte aus Milch verzehrt als inden übrigen Teilen Ungarns. Un-ter den Gemüsearten ist dasKraut am häufigsten( 13 Prozentder Gemüsearten in allen bäuerli-chen Haushalten ist Kraut, in derKleinen Tiefebene und in Westun-garn macht der Anteil 26 Prozentaus). Wenn man untersucht, waszu den Teigwaren als Ergänzunggegessen wird, stellt man fest,daß auf der Kleinen Tiefebeneund in Westungarn der Topfen,im Komitat Somogy hingegen dieKartoffeln überwiegen. ZwischenDonau und Theiß und östlich derTheiß wird auch heute recht oft

zum Mittagessen nur ein Gerichtgegessen. Hier wird außer-ordentlich wenig Gemüse ver-zehrt, und auch davon machenKartoffeln noch den Hauptanteil( 78 Prozent) aus. Im allgemeinenwird das Gemüse ohne Fleischgegessen. Im südlichen Teil desGebietes östlich der Theiß ist derAnteil der aus Kartoffeln zuberei-teten Speisen sehr bedeutend.Auf Grund der uns zur Verfügungstehenden Angaben können meh-rere Veränderungstendenzen inder bäuerlichen Ernährungskulturbeobachtet werden, die teils beigeringsten Verzögerungen oderUngleichmäßigkeiten der Ent-wicklung erneut lebendig werden,vor allem aber die Tatsache, daßsich entsprechend den veränder-ten wirtschaftlichen und gesell-schaftlichen Gegebenheiten derKalorienwert der Nahrung allmäh-lich erhöht.