Gerste und Hirse, wie ja alle Völ-ker im Gebiet nördlich desSchwarzen Meeres diese Getrei-dearten anbauten. Roggen undHafer hingegen werden auf denÄckern um die ungarischen Dör-fer erst seit dem Mittelalter ange-baut.
Die Ungarn hatten in ihrer Urhei-mat vor der Landnahme das Kornin Mörsern zerrieben und in einerArt Stampfe mit einarmigem He-bel enthülst. In seit der Römerzeitüber beinahe ganz Europa ver-breiteten Handmühlen wurde ge-mahlen, sogar in den bäuerlichenHaushalten. Aus dem Mahlgut
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wurde Brei gekocht oder fladenar-tiges Brot noch ohne Hefegebacken. Auch Bier wurde ge-braut. Mengenmäßig nahm dasGetreide unter den verzehrtenNahrungsmitteln damals noch ei-ne vollkommen untergeordneteRolle ein.
Später veränderte sich im Laufedes Mittelalters auch in den un-garischen Dörfern die Getreide-kultur grundlegend, beinahegleichzeitig mit den Veränderun-gen in der sich wirtschaftlich dy-namisch entwickelnden Zonenördlich der Alpen.