den so verzehrt wie heute dieEdelkastanien.
Die Speisen wurden stark ge-würzt. ,, Die 1603 für die Hochzeitder Tochter des Grafen GyörgyThurzó, Zsuzsanna, in Wien ein-gekauften Gewürze": Pfeffer, Ing-
Speckbraten
Hajdúböszörmény, Kom. Hajdú- Bihar,Photo: Tamás Hofer
wer, Gewürznelken, Muskatblüte,Sultaninen, Korinthen, Zimt, Le-monen, Rohrzucker, Safran, Mus-katnuẞ.
Um die Speisen einzudicken, wurde oftmals Brot benutzt,mit oder ohne Rinde, geröstet oder ungeröstet. In denKochbüchern des 18. Jahrhunderts kommen Kartoffeln,Paprika und Paradeiser noch nicht vor.
In der Oberschicht wurde haupt-sächlich Rindfleisch, von denBauern hingegen Schweine- undSchaffleisch sowie Geflügel ge-gessen. Zum Fleisch wurden au-Beroddentlich viele verschiedeneSoßen zubereitet. ,, Von Kuh- undSchweinefleisch ist es üblich, für
drei Personen ein Pfund zu ge-
ben, und so ein Jahr über oderfür 123 Tage pro Mann 23 Pfund”,schreibt János Nagyváthy in ,, Ma-gyar házi gazdasszony"( ,, Die un-garische Hausfrau"), das 1820 inPest erschien.