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Schlossmuseum Gobelsburg : Sammlung altösterreichische Volksmajolika und Waldviertler Volkskunst ; Katalog
Entstehung
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nen Vitrinen aus dem Bestand des Museums für Volkskunde. Die beidengroßen Vitrinen vereinen in sich jeweils eine ganze zusammengehörendeGruppe der alten Gebrauchskeramik. Von den hellen Vitrinen heben sich diefreistehenden verhältnismäßig dunkel bemalten schlichten bäuerlichen Möbelaus dem Waldviertel ab, die erst in den letzten Jahren vom Stift aus erworbenwurden. Ein Porträt einer Waldviertlerin aus dem Biedermeier läßt hier denMenschen in diese konzentrierte Auswahl seines ehemaligen Hausguteshineinblicken. Eine derart zurückhaltende Art der Aufstellung ist in einemsolchen Fall wohl von besonderer Wichtigkeit. Die Außenstellen unsererMuseen sollen keine Ausstellungs- Experimente darstellen, auch nicht unnötigGeld kosten, sondern gediegene Anschauung vermitteln, wobei auf die Sicher-heit der Objekte besonders Bedacht genommen werden muß. Es soll ja auchden ganz selbständigen Museen in der Landschaft, also hier den beidenschönen Museen von Krems und dem Heimatmuseum von Langenlois keineKonkurrenz gemacht werden, auch nicht auf dem Gebiet der musealen Dar-bietung. Solche historisch gewordene heimatliche Sammlungen haben ihreeigene geschichtliche Entwicklung und können unter Umständen auch eineneigenen Darbietungsstil entfalten.

Um die Verbundenheit mit diesen Museen zu betonen, wurde eineeigene Landkarte erarbeitet, die auf jene österreichischen Museen hinweist,welche Bestände an alter Volkskunst besitzen. Darauf wurden nicht weni-ger als 88 große, mittlere und kleiner Museen eingetragen, wie sie über dasganze Bundesgebiet verstreut sind. In ihre Reihe soll sich das SchloßmuseumGobelsburg mit den Beständen aus dem Österreichischen Museum für Volks-kunde sinnvoll eingliedern.

Es benötigt dazu also den gediegenen Objektbestand, nicht aber einezeitgebundene Aufmachung. Die Außenstellen der Zentralmuseen habendurch die Qualität ihrer geschlossenen Kollektionen zu wirken. Zunächstim Hinblick auf den direkten Eindruck des Beschauers, dann aber auch indem Sinn, daß der wirklich interessierte Besucher schließlich auchnach dem Stammhaus der betreffenden Außenstelle fragen soll. Zweifelloswird auch das Schloßmuseum Gobelsburg viele Interessenten auf dasStammhaus der österreichischen Volkskunde in Wien, in der Laudongasse,hinweisen.

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