sichtlich der verschiedenen Gefäßformen sind jedoch auch Stücke aus Wien,aus dem übrigen Niederösterreich, aus dem benachbarten Burgenland mitherangezogen. Zeitlich reichen diese Keramiken vom hohen Mittelalter,belegt durch Stücke, die mitten in Wien ausgegraben wurden, bis zu denbraunen glasierten Ziergefäßen, die in niederösterreichischen Manufakturenim frühen 19. Jahrhundert hergestellt wurden.
Aufstellung und Katalog wurden wieder in Gemeinschaftsarbeit durch-geführt, wobei besonders der Bemühungen aller handwerklich tätigen Beam-ten und Angestellten des Museums gedankt werden muß. Die Neubearbeitungdes Kataloges führte Kustos Dr. Klaus Beitl durch.
Die Angaben über die dem Stift Zwettl gehörenden Objekte wurdenfreundlicherweise von P. Bertrand Baumann mitgeteilt. Die archivalischenNachrichten über den bäuerlichen Maler Joseph Hüttl, von dem das Bilddes Jüngsten Gerichtes( Nr. 270) im Waldviertler Raum stammt, wurdenvon Dr. Gerhard Winner vom Diözesanarchiv St. Pölten in liebenswürdigsterWeise zur Verfügung gestellt. Obwohl der vorliegende Führer keineswegsals kritischer Katalog für alle Objekte gelten darf, wurde in derartigen Fällendoch versucht, die bisher erarbeiteten Ergebnisse der auf unsere Objekte bezüg-lichen Herkunftsforschung mitzuteilen. Der gleichen Absicht dient auch dievor dem Waldviertler Raum angebrachte Karte, welche zugleich mit derSammlungs- und Dokumentationstätigkeit des Museums vertraut macht.
Wie bei den anderen inzwischen erschienenen Katalogen des Museumswurden nunmehr auch in diesem den Objekten die jeweiligen Inventar-nummern zur Erleichterung der genauen Bestimmung beigegeben. Gleichfallsder Erleichterung der fachlichen Benützung soll das hier erstmals beigegebeneOrtsverzeichnis dienen.
Die Direktion des Österreichischen Museums für Volkskunde istwiederum P. Bertrand Baumann für seine fürsorgliche Verwaltung derSammlung und dem Bundesministerium für Unterricht für die Druckkosten-subvention zu ergebenstem Dank verpflichtet, die das Erscheinen dieser2. Auflage des Kataloges möglich gemacht hat.
15. April 1968
Leopold Schmidt