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Sonderausstellung Österreichs Volk, gesehen mit den Augen der Maler unserer Zeit : Katalog
Entstehung
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Österreichs Volk

gesehen mit den Augen der Maler unserer ZeitDas Museum für Volkskunde hat von seiner Gründung an zu den Objekten( Hausmodellen, Trachten, Arbeitsgeräten, Volksmusikinstrumenten, Maskenusw.) auch Bildzeugnisse gesammelt. Erst seit einem Vierteljahrhundert etwaist diese Gruppe durch moderne Darstellungen, also Bilder von Künstlernunserer Zeit, die sich mit dem Volksleben und den Volkstypen Glossar ::: zum Glossareintrag  Volkstypen beschäftigthaben, bereichert worden. Von der Öffentlichkeit wenig beachtet, haben dochzahlreiche Maler abseits von den gerade gängigen Kunstströmungen Motiveaus dem Volksleben dargestellt, vor allem Bauernhäuser mit ihren Neben-gebäuden, und bäuerliche Menschen bei der Arbeit und beim Fest.

Ein beträchtlicher Teil dieser hier ausgestellten Gemälde und Graphiken istin den letzten zwanzig Jahren mit Hilfe der Kunstförderung des Bundes-ministeriums für Unterricht angekauft worden, wofür diesem der Dank nichtnur der Künstler, sondern auch des Museums gebührt.

Aus dieser allmählich angewachsenen Sammlung von Gemälden und Graphi-ken also hat das Museum nunmehr die jetzt im Schloßmuseum Gobelsburggezeigte Ausstellung geschaffen. Das Schloß konnte dank der Energie desstiftischen Administrators P. Bertrand Baumann in diesem Jahr auch dieletzten noch unrestaurierten Räume wieder herstellen, Bund und Land habendazu beigetragen, daß diese lang vernachlässigten Räume einschließlich desgroßen Saales nunmehr wieder den Schmuck ihrer interessanten Decken-Stuckreliefs aufweisen, und zu Ausstellungszwecken verwendet werden kön-nen. Der große Saal, das lange nicht zugängliche Hauptstück der barockenArchitektur des Schlosses ist nunmehr vom linken, bisher schon museal ver-wendeten, wie vom rechten Seitengang her zu betreten. Im rechten Seitengangwurden, analog dem schon bisher benützten linken, wieder bemalte bäuerlicheMöbel des 18. und frühen 19. Jahrhunderts aufgestellt, und zwar besondersStücke aus Böhmen, Mähren und Schlesien, zu denen auch kleinere Werkeder Volkskunst jener Landschaften( Kreuzweg, Patenbriefe, Federbilder usw.)gehängt wurden.

In den drei der Ausstellung gewidmeten Sälen und den zwei kurzen Gängensind 84 künstlerische Darstellungen im wesentlichen aus der Mitte des20. Jahrhunderts gezeigt. Der Hauptsaal zeigt die wichtigsten Ölgemälde,und zwar in ungefährer zeitlicher Reihenfolge von Gustav Jahn und FerdinandAndri bis zu den jungen Malern Viktor Lederer und Gottfried Hula. Zu denMenschen des Burgenlandes oder des Waldviertels, die meist in ihrenschlichten Alltagstrachten gemalt wurden, treten Trachtenbilder wie das ausdem expressionistischen Geist des Nötscher Malerkreises um Anton Koligentstandene Bild eines Gailtaler Mädchens von Günther Pevetz oder dasgroße Trachtenbild der Bäuerinnen aus Bad Hofgastein in ihrer Kirche von

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