einen getrennten Männer- und Frauenbe-reich aufweisen. Da nur dunkle Ziegenhaareverarbeitet werden, nennt man diese tempo-rären Unterkünfte„ Schwarze Zelte".
Es lassen sich zwei Typen unterscheiden.Bei den Turkmenen und Kurden sind Zeltemit offener Vorderfront üblich, während dieYürüken hauptsächlich Hauszelte verwen-den, die nur auf einer Schmalseite eine Öff-nung aufweisen.
Die früher vollnomadisierenden Gruppenverfügten über eigene Sommer- und Winter-zelte, wobei letztere größer waren, um auchdem Viehbestand vor der Kälte Schutz zugewähren.
Das Zelt dient nicht nur als Wohn- undSchlafstätte, sondern ist auch der Ort, wo tie-rische Produkte weiterverarbeitet werden( z. B. Spinnen der Wolle und des Ziegen-
haars; Weben und Knüpfen von Teppichen;Butter- und Käseerzeugung, etc.).
Die Bewohner eines Zeltlagers sind über dieväterliche Linie miteinander verwandt, je-doch lebt in der Regel nur eine Familie in ei-nem Zelt. Daneben spielt auch heute die je-weilige Stammeszugehörigkeit eine ent-scheidende Rolle. Seit Jahrhunderten sinddie Sommer- und Winterlager und die von ih-nen benützten Routen nach dem Gewohn-heitsrecht festgelegt. Konflikte mit der seẞ-haften Bevölkerung und die immer geringerzur Verfügung stehenden Weideflächen füh-ren zur allmählichen Seßhaftwerdung derNomaden.
Werner FinkeGabriele PaleczekJosef Salat
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