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Tahtakale : Traditionelles Handwerk in der Türkei ; Österr. Museum f. Volkskunde und Ethnograph. Museum Schloß Kittsee zusammen m. Mus. f. Völkerkunde
Entstehung
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Von der Vielzahl der zum Thema 1683-1983 Türkenjahr stattfindendenAusstellungen hebt sich die vorliegende Prä-sentation ,, Tahtakale Traditionelles Hand-werk in der Türkei" bemerkenswert hervor:In ihr vermiẞt man erfreulicherweise die Waf-fenparade, die unter dem Vorwand einer hi-storischen Aufbereitung der vor 300 Jahrenstattgefundenen politischen Entscheidun-gen zur Schau gestellt wird, denn den zen-tralen Aspekt der Ausstellung bilden einigeTeilausschnitte aus der Mannigfaltigkeit dertürkischen Kulturen der Gegenwart. Durchdiese Inhaltsgebung konkretisiert sich einBeitrag zur Völkerverständigung, deren Ver-wirklichung für alle Gesellschaften lebens-wichtig ist, will man nicht das Streben nachFrieden in das Reich der Illusionen verban-nen. Es ist den Veranstaltern der Dank dafürauszusprechen, daß sie sich den Ideen einerGruppe junger Ethnologen des Instituts fürVölkerkunde, Wien, gegenüber aufge-schlossen zeigten und sie realisierten. Umden Anteil dieser Gruppe an dieser Ausstel-lung zu unterstreichen, muß erwähnt wer-den, daß die zur Schau gestellten Gegen-stände von den Angehörigen dieser Gruppegesammelt wurden. Ein Großteil der Kollek-tion konnte anläßlich der Durchführung des

Projektes ,, Dokumentation des traditionellenHandwerks in Istanbul" im Jahre 1978 ange-legt werden. Dieses Forschungsvorhaben,ein Kooperationsprojekt zwischen dem Insti-tut für Völkerkunde, Wien, und der Universi-tät Istanbul, gliedert sich dem Forschungs-programm unseres Wiener Instituts ein, indessen Schwerpunkt wir die Erfassung destraditionellen und vom Aussterben bedroh-ten Handwerks in islamischen Ländern stel-len. Für die Anregung und Gestaltung dervorliegenden Ausstellung danke ich den fürdas Türkeiprojekt verantwortlich Zeichnen-den, Herrn Univ.- Ass. Dr. Josef Salat undseinen Mitarbeitern, Herrn cand. phil. Wer-ner Finke, Frau Mag. Gabriele Paleczek undFrau Dr. Jana Salat, deren Bemühungenzum Gelingen dieser Schau beigetragen ha-ben. Mein aufrichtiger Dank gilt den Kollegender Universität Istanbul für ihre Zusammen-arbeit und Herrn Hofrat Prof. Hans Kasper,Leiter des Österreichischen KulturinstitutsIstanbul, sowie Herrn Hofrat Superior ErnestRaidl, Direktor des St. Georgs Kollegs inIstanbul, deren Hilfe die erfolgreiche Durch-führung des Projektes in Istanbul ermöglich-

ten.

Ord. Univ.- Prof. Dr. Walter Dostal

Institut für Völkerkunde

der Universität Wien