häufig dagegen Verbildlichungen der gleichen Ideen, welche auchden Inhalt der Schauspiele bedeuten.
Die Hauptgruppen der Ausstellung sind dementsprechend: ImRaum A die Schauspielmasken und Zeugnisse des Masken- und Ver-kleidungswesens, der spielerischen Gestaltung geglaubter Inhalteund ihres Nachwirkens in verschiedener Form; die Geschichte derHanswurstgestalt und ihrer Erforschung. Im Raum B die Hand-schriften und Spielgeräte, ferner die Zeugnisse der Verflechtungvolkstümlicher Motivgestaltung um das Schauspiel und im kleinenAndachtsbild, die verschiedenen Formen geistlichen und weltlichenPuppenspiels, der Krippentheater und mechanischen Bühnen, unddie Darbietungen der Stoffe und Motive zu den Jahreszeitspielen,zum Jedermann und zum Doktor Faust, wie sie in den österreichi-schen Ländern gestaltet wurden und wirksam waren. Zum größtenTeil sind die Gegenstände hier erstmalig in diesen Zusammenhanggestellt.
Besonders hingewiesen sei auf die verschiedenen Hanswurst-darstellungen in der Volkskunst, die in dieser Fülle der Theater-geschichte kaum schon zur Verfügung standen, ferner auf die Zeug-nisse zum Spiel vom Doktor Faust, besonders auf das Wiener Faust-kruzifix, ferner auf die Belege zum Jedermannmotiv in der alpen-ländischen Volksvorstellung und die verwandten Bildwerke, diesich hier sinnvoll anreihen lassen. Die Maskenbestände des Mu-seums sind in einer Auswahl vorgeführt, welche vor allem diedämonische Anschauungs- und Gestaltungslust der inneren Alpen-länder in den letzten drei Jahrhunderten deutlich zum Ausdruckbringt.
Die Bestände des Museums wurden bei dieser Ausstellungdurch verschiedene Leihgaben ergänzt, besonders aus der Samm-lung für Geschichte des deutschen Volksglaubens, Wien, fürderen Bereitstellung ihrem Besitzer, Herrn UniversitätsdozentenDr. Rudolf Kriß, auch an dieser Stelle gedankt sei. Für weitereLeihgaben ist das Museum den Herren Universitätsdozent Dr. AntonDörrer, Karl M. Klier, Prof. Dr. Georg Kotek und akademi-schen Maler Leopold Schmid zu Dank verpflichtet.
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Die Leihgaben sind im Katalog wie folgt bezeichnet:
Kl. Karl M. Klier,
-
Ko.
Dr. Georg Kotek,
S.
Kr.
VIDA. NÖ.
Universitätsdozent Dr. Rudolf Kriẞ.
Dr. Leopold Schmidt,
Volksliedarchiv für Wien und Niederösterreich.
Die zahlreichen Leihgaben von Büchern und Lichtbildern sind nichteigens gekennzeichnet.