Schauspieler- und Musikantentruppe mit den beiden Hanswursten Maximi-lian und Philipp Samig. Im Aufsatz Jahreszeiten- Darstellungen, die auf dieSommer- und Winterspiele Bezug nehmen: Grödner Schnitzfigürchen derJahreszeiten, korrespondierend zu den danebenhängenden gemalten Jahres-zeiten- Darstellungen aus der alpenländischen Möbelmalerei. Im Aufsatz Ge-genstände der Sternsinger. Daneben hängt ein Tiroler Sternsingerstern des18. Jahrhunderts( einstmals mit drehbarem Jesukindchen). Auf der Gegen-seite unten eine Szene aus der Volksschauspielwelt: Jesus mit der Samarite-rin am Brunnen.
Vitrine 4 ist den Bühnenteilen und Figuren aus alten Steyrer Krippenspie-len gewidmet. Bühnenvorhang und-hintergrund sind hier bewahrt, Hand-werkerszenenkästchen, Handwerkergruppen wie der Weber in seinem Web-stuhl, und verschiedene Einzelfigürchen. Bemerkenswert die beiden Ver-satzstücke von Rokoko- Hausfassaden, die bei den Aufführungen beleuchtetwurden.
In den Maskenvitrinen 5 bis 8 zeigen Großfotos von Masken- und Umzugs-bräuchen die wichtigsten Maskentypen in Aktion.
Vitrine 5 hebt eigens eine neuere Maske aus Gastein heraus, bis 1952 alsMaske der pelzvermummten" schiachen" Perchten getragen.
Vitrine 6 bietet vor allem die tier- und pflanzengestaltigen Masken. Linkshängen Masken mit Schafs- und Schweinszügen, aber durchwegs gehörnt.Den maskenmäßigen Gegensatz zu diesen Schnitzmasken stellen die Hüll-masken dar, von, denen eine steirische vorhanden ist, bei der das Gesichtnur mit dem schwarzen Tuch mit den Augenlöchern vermummt ist, woge-gen auf dem Scheitel doch vier natürliche Hörner aufsitzen. Dazu gehörenandererseits die nur aus Schaffell geschnittenen Masken, die hier im Bild( Altausseer Berigln) gezeigt werden. Die menschengesichtigen Masken sindmeist Laienarbeiten, besonders von Nikolausspielern aus dem Pustertal undden Seitentälern.
Vitrine 7 ist vor allem den teufelsgesichtigen Masken gewidmet, die zumeistin Volksschauspielen verwendet werden. Vorne liegen Masken vom Krimm-ler Hexenspiel, einem eigentümlich kleinen fastnachtspielartigen
Volksschauspiel.
Vitrine 8 zeigt vor allem Masken der Faschingsumzüge. Während als Ganz-verkleidung in Vitrine 6 ein Tresterertänzer aus dem Pinzgau gezeigt wird,steht hier eine Maskengestalt aus dem Ausseer Faschingstreiben. Der Groß-teil der Masken stammt vom Imster Schemenlaufen, ferner vom MatreierSchellenschlagen und von den Maskenspielen an der deutsch- italienischenSprachgrenze in Südtirol. Von dort stammen auch die geschlossenen Ganz-kopfmasken.
( Nora Czapka)
12