Raum 4: Studiensammlung- Schränke
Die in 100 Jahren zustandegekommene Museumssammlung von Möbeln desalltäglichen und repräsentativen Gebrauchs aus den österreichischen Bun-desländern und aus Teilen Altösterreichs umfaßt rund 900 Einzelstücke undEnsembles. Die ältesten sind nahezu vier Jahrhunderte alt, die jüngsten ge-hören zu Wohneinrichtungen unserer Tage.
Diese historischen Sachzeugnisse der Wohnkultur der dörflich- bäuerlichenund städtisch- kleinbürgerlichen Bevölkerung sind nach systematisch- typolo-gischen Gesichtspunkten" archiviert" in einer eigens hiefür geschaffenenStudiensammlung, WO sie für Ausstellungen und wissenschaftlicheForschung zur Verfügung stehen. Eine Auswahl davon findet sich hierbereitgestellt für die gegenwärtig entstehende neue Schausammlung desÖsterreichischen Museums für Volkskunde.
Die begehbare" Möbel- Werkstatt" vermittelt einen Einblick in die präpara-torisch- konservatorische und in die museographisch- wissenschaftlicheArbeit an diesen Sammlungsbeständen und läßt aus der vergleichendenAneinanderreihung von Einzelmöbeln deren historische und regionaleMannigfaltigkeit der Konstruktionen und Formen, Verwendungen und Stileablesen.
SCHAUPLATZ 2: SONDERAUSSTELLUNG
" LAMPEN, LEUCHTER, LICHT IT"
( Klaus Beitl)
Nahezu 400 Objekte und Bilder sollen einen ungefähren Einblick geben indie Entwicklungsgeschichte des Beleuchtungswesens: Ausgehend von denKienspänen und altartigen Öllampen bis zur modernen Halogenlampespannt sich der Bogen ausgestellter" Lichterzeuger". Wenn auch die Grund-lage des Ausstellungsgutes die seit ca. 85 Jahren im Volkskundemuseumbefindliche" Sammlung Benesch" ist, so wird diese Sammlung doch auch er-gänzt durch die Vielfalt von Leihgaben namhafter Firmen. Licht gehört fastwie die Luft zu unserem Leben und" Lichterzeugen" ist allzeit eine Not-wendigkeit gewesen. Mit viel Mühe und Erfindergeist entstanden im Laufeder Menschheitsgeschichte die verschiedenartigsten Lichtquellen. Abgesehenvom einfachen Feuer, finden wir die Kienspäne, Fackeln, Öl- undTalglampen, die aus den verschiedensten Stoffen hergestellten Kerzen undschließlich die technisch weiterentwickelten Öl- bzw Moderateurlampen.Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckte man die vielfältige Verwendungsfähig-keit des aus Erdöl destillierten Petroleums, ehe schließlich die Gasbeleuch-tung aufkam und endlich der Siegeszug der elektrischen Beleuchtung be-
gann.
In dieser Ausstellung soll das städtische- besser gesagt: großstädtischeElement der ehemaligen Kaiser- und nunmehrigen Bundeshauptstadt ange-sprochen werden. Wie sehr dieses weltstädtische Ballungszentrum für gei-
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