SCHAUPLATZ 1: MUSEUMSWERKSTATT( RAUM 1- 4)
Raum 1: Dokumentation zur Geschichte des Österreichischen Museums fürVolkskunde und seines Gebäudes Gartenpalais Schönborn in Wien
Das Österreichische Museum für Volkskunde wurde durch die beidenEthnographen Michael Haberlandt und Wilhelm Hein 1895 gegründet.Träger des Gedankens und der Institution ist bis heute der gleichfalls vonden beiden Forschern gegründete Verein für Volkskunde. dued abNach den ersten Jahren der Sammlung zog das Museum 1898 in den großenSaal der Wiener Börse am Schottenring im 1.Wiener Bezirk ein, wo es ingedrängter Fülle bis 1917 verblieb. Die Sammlungen waren für das Gesamt-gebiet der cisleithanischen Reichshälfte der österreichisch- ungarischenMonarchie gedacht, sämtliche Sprachnationen dieses gewaltigen Gebieteswaren gleichmäßig bedacht.Ausgedehnte Sammelfelder brachten Volkskulturgut von Vorarlberg bisOstgalizien, von Nordböhmen bis Bosnien- Herzegowina ein. Die zunächstmehr flächenhaft ausgehende Sammelmethode in der Art der damaligenEthnographie vertiefte sich allmählich unter dem Einfluß einzelner Sonder-disziplinen besonders der Bauernhausforschung. Manche Teilgebiete, wiebeispielsweise das der volkstümlichen Keramik, wurden zunächst samm-lungsmäßig überbetont. Die besonders geförderte Richtung der" vergleichenden" Volkskunde brachte bald weite Ausgriffe auch auf Land-schaften außerhalb Österreichs, besonders auf altertümlich verbliebeneHochgebirgsländer. Im Ersten Weltkrieg wurden, gleicher Tendenz entspre-chend, umfangreiche Sammlungen zur Volkskunde der Balkanländer einge-bracht.
Am Ende des Ersten Weltkrieges, 1917, übersiedelte das Museum in dasGartenpalais Schönborn in der Laudongasse. In gedrängter Schausammlungwurde der gesamte Bestand dargeboten.
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In der Zeit der Ersten Republik erfährt die Schausammlung kleine Intensi-vierungen aus verschiedenen Bundesländern der neuen Alpen- und Donau-republik, besonders aus dem Burgenland. Nach 1945 erfolgte die Wieder-herstellung aus der Kriegsbergung heraus unter Betonung der Bestände desjetzigen Österreich: Gliederung nach Landschafts- und Sachgruppenräumen,Einführung von größeren Beschriftungen, Photobebilderung, Karten.1956 bis 1959 umfangreiche Renovierung des Gebäudes, Neugestaltung derSäle, nach Neuaufstellung hauptsächlich in Sachgruppenräumen. Bearbei-tung weitgehend aus der eindringlichen neuen Innenarbeit des Museumsheraus, bei Erstellung vollständig neuer Sach- und Ortskartotheken, parallelden entsprechenden Einrichtungen der Museumsbibliothek undMuseumsphotothek.
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