AUFGABEN DES MUSEUMS
Das Museum dient der musealen Darstellung der österreichischen Volks-kultur( im entsprechenden mitteleuropäischen Rahmen), wie sie von dermodernen Volkskunde auf Grund des Sammelmaterials geboten werdenkann.
Grundlage aller Darstellungen sind die Bestände der alten bäuerlichen Sach-kultur und Volkskunst, hauptsächlich vom 16.Jahrhundert bis zum 20.Jahr-hundert, unter begründeter Bevorzugung der Blütezeit vom 17. bis zumfrühen 19.Jahrhundert.
Die Gegenstände sind nicht als Einzelobjekte zu betrachten, sondern alsRepräsentanten von Gruppen. Betont wird( durch Bilder und Karten) dieZugehörigkeit solcher Gruppen zu bestimmten kleineren und größerenVolkskulturlandschaften, die Abhängigkeit verarbeiteter Dinge von Erzeu-gungszentren und Wanderwegen( Hausindustrie, Verlagswesen und Wander-handel, Wallfahrten z.B.).
Die Auswahl der gezeigten Stücke ist durch die Qualität bestimmt, im Ge-gensatz zur Sachdokumentation der umfangreichen Studiensammlungen. be
LITERATUR
Leopold Schmidt, Das Österreichische Museum für Volkskunde.Werden und Wesen einer Wiener Sammlung(= Österreich- Reihe 98/100).Wien 1960.
Klaus Beit 1, 90 Jahre Österreichisches Museum für Volkskunde.Zentralmuseum und Museumsdezentralisation. In: Österreichische Zeitschriftfürr Volkskunde Bd. XXXIX/ 88, Wien 1985, S. 227-249.
Klaus Beit 1, Trotz Umbaus gestörter Betrieb. Die Umstrukturierung desÖsterreichischen Museums für Volkskunde steht vor ihrem Abschluß. In:Neues Museum. Die österreichische Museumszeitschrift Nr.4/ 1990, S.34-39.Abb.
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