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Präsentation "Museum im Umbau" : Schauplatz 1 bis 6 ; Begleitheft
Entstehung
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avtexts... und heute

" Wien bekommt wieder ein neues Museum...", könnte heute, 75 Jahre nachobenstehendem Zeitungsbericht aus 1917, eine ähnliche Pressemeldung lau-

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Im Spätjahr 1992/ Frühjahr 1993 wird mit Eröffnung der neukonzipiertenund innenarchitektonisch gestalteten Schausammlung im- gegenwärtig nochgeschlossenen- Erdgeschoß des Museumshauptgebäudes der letzte Bauab-schnitt der nunmehr zehnjährigen Generalsanierung und damit das Ge-samtwerk der Erneuerung des Österreichischen Museums für Volkskundeabgeschlossen sein. Die langfristigen Bemühungen und Arbeiten der Gene-ralisierung umfassen einerseits die Restaurierung der gesamten Außenge-stalt, das sind die Straßen-, Park- und Innenhoffassaden des barockenGartenpalais Schönborn( von 1982 bis 1984) und andererseits die Reorgani-sation, Sanierung und Adaptierung aller Innenbereiche des MuseumsSchauräume, Studiensammlungen, wissenschaftliche Abteilungen( Biblio-thek, Archiv, Photothek usw.), Restaurierateliers, Werkstätten, Verwaltungund gesamte Infrastruktur( Zentralgasheizung, Elektro- und Sicherheitsanla-gen, EDV- Ausstattung, Behindertenaufzug, Museumscafeteria usw.) in denJahren 1984 bis 1992. Finanzierungsschwierigkeiten bedingten eine Unter-brechung in den Jahren 1987 bis 1989.

Bauherr der Generalsanierung ist der Verein für Volkskunde( gegründet1894) als privater Rechtsträger des dem Verband der Bundesmuseen ange-hörigen Österreichischen Museums für Volkskunde. Die Finanzierung imGesamtausmaß von rund 14 Millionen Schilling wurde zu gleichen Teilenaus Förderungsmitteln des Bundesministeriums für Wissenschaft und For-schung als Museumserhalter und aus dem Altstadterhaltungsfonds der StadtWien als Gebäudeeigentümer bestritten.

Die Übersiedlung und Einrichtung des Museums im Gartenpalais Schönbornerfolgte 1917 inmitten des Ersten Weltkrieges," während an den Fronten dieKanonen donnerten". Das erneuerte Museum heute- wenige Jahre vorseinem 100jährigen Bestandsjubiläum im Jahr 1995!- ist nicht zuletzt alseine Segnung der Friedensepoche nach dem Zweiten Weltkrieg zu würdigen." Die musealen Arbeitsmühen" indes sind in unseren Tagen nicht geringergeworden. Aber wenn heute der" Krieg mit seinen zerstörenden Kräften" inÖsterreichs Nachbarschaft wiederum erschreckende Wirklichkeit gewordenist, darf die Vision eines friedlichen gemeinsamen Hauses Europa nichtverloren gehen. Die von der Volkskunde als Wissenschaft vermittelteKenntnis und Wertschätzung der Kulturen und Lebensweise der LänderI und Völker unseres Alten Kontinents will hierfür eine der Grundlagen zuihrer Verwirklichung schaffen.

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