Mit dem Ballon fährt nun Elimar mit Anna zum Palast des Gei-sterkönigs. Als sie in der Nähe des Vulkans, in dem sich der Palastbefindet, landen, erkennt Elimar, daß er Anna liebt und diese auchsein Gefühl erwidert. Trotz Bittens und des Verzichts auf alle Schät-ze kann Elimar den Geisterkönig nicht bewegen, ihm Anna zu über-lassen. Unter Blitz und Donner führt sie dieser in seinen Palast. DieSzene verwandelt sich schnell in das Zaubergewölbe. Auf dem sie-benten Postament steht Anna, mit ihr hat nun Elimar„ mehr als Per-len und Gold" gewonnen. Ein großes Schlußtableau mit allen Haupt-figuren beschließt das Stück.
Alfred Jacobsen brachte bereits 1881 als drittes Stück der 1880begonnenen Herausgabe von Papiertheaterstücken„ Meer end Perlerog Guld" heraus, wofür der Buchillustrator und Herausgeber einersatirischen Zeitschrift Peter Christian Klaestrup( 1820-1882) die Fi-guren( Blatt Nr. 28, 1881) zeichnete. Es ist anzunehmen, daß Jacob-sen durch die Begehung des 25. Todestages des dänischen Natio-naldichters im Jahre 1880 und die Aufführungen am Casino- Theaterangeregt wurde, dieses Stück in sein Verlagsprogramm aufzuneh-men. Für die Aufführung auf dem Papiertheater konnten bereits vor-handene Dekorationen Verwendung finden, so daß nur einige neueVersetzstücke, wie z. B. der Ballon mit dem Heinzelmännchen, Anna,Elimar und Henrik und der Aufschrift„ Geistereigentum"( Bogen 43,1881) sowie die sechs Statuen, das leere Postament mit der Auf-schrift ,, Versuche die siebente Statue zu finden und Du hast gefun-den mehr als Perlen und Gold", Schalen mit Kostbarkeiten und derVogel Phönix( Bogen 45, 1881) erforderlich waren.
Für die 1889 erschienene zweite Auflage( Blatt 181) wurde nachdem Tode Klaestrups der auch mit dem Theater stark verbundeneBuchillustrator Carsten Ravn( 1859 – 1914) herangezogen, der die Fi-guren der ersten Auflage leicht umzeichnete. 1901 wurden als Füll-stücke in einem Mittelgrundbogen( Bogen 240) als einzige neue Ver-setzstücke der zweiten Auflage die sechs Statuen herausgebracht.Die textliche Bearbeitung für das Kindertheater erfolgte durchPeter Frederick Christian Hillebrandt.
Das Wiener Theater der Raimund- Zeit
Die auf den Wiener Bühnen zur Zeit Raimunds aufgeführtenStücke sind im Repertoire des deutschsprachigen Papiertheaterszahlreich vertreten. Von den elf gezeigten Szenenbeispielen im Rah-men des ersten Ausstellungsabschnittes( 1. Dezember 1985 bis30. April 1986) sind allein zehn von Trentsensky verlegt worden. Vonden Opern waren dies„ Fra Diavolo“,„ Die Stumme von Portici"( nurFiguren),„ Die Zauberflöte“,„ Zampa“,„ Oberon“ und„ Das Nachtlager
PAPIERTHEATER II 11