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2 (1986) Papiertheater : eine Sonderausstellung aus Wiener Sammlungen. 2 / Ferdinand Raimund und das Wiener Theater seiner Zeit im Spiegel des Papiertheaters
Entstehung
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Vorwort

Wie im Vorwort zum ersten Teil des Kataloges angekündigt, be-stand bei der Konzeption der Ausstellung von Anfang an der Plan,nach einer angemessenen Zeit die Inszenierungen sämtlicher Büh-nen auszutauschen. Es gab dafür mehrere Überlegungen: Zum einensoll damit gezeigt werden, daß das Papiertheater einstmals ein, le-bendiges" Theater war. Die großen und kleinen Prinzipale besaßen inder Regel wohl nur eine Bühne, dazu aber einen reichen Fundus anFiguren und Dekorationen, mit denen sie ihren begeisterten Zuse-hern ein abwechslungsreiches Theaterprogramm bieten konnten.Der Umbau der Bühnen, den dankenswerterweise wieder Frau AnnaSeitler und die Herren Wilhelm Müller und Dr. Herbert Zwiauer be-sorgten, verschafft zudem die Möglichkeit, weitere Proben aus demreichen Schatz der genannten Papiertheatersammler in der Öffent-lichkeit zu präsentieren. Da die Objekte nach dem Abbau der Aus-stellung in die Privatsphäre zurückwandern, wird die Ausstellung indieser Zusammenschau und Reichhaltigkeit wohl nicht mehr zu se-hen sein. Mit insgesamt 120 Inszenierungen darf sie auch als die bis-her größte ihrer Art angesprochen werden.

Mit dem Wechsel soll vor allem aber auch dem literarischenJahresregenten Ferdinand Raimund Rechnung getragen werden,dessen Todestag sich am 5. September zum 150. Mal jährt. Von ihmfanden nämlich etliche seiner populären Stücke Eingang in das Pa-piertheater, das somit zu einem wichtigen Medium des zeitgenössi-schen Theaters wird. Dr. Herbert Zwiauer zeigt in seinem Beitragüber, Ferdinand Raimund und das Wiener Theater seiner Zeit imSpiegel des Papiertheaters" die Wechselbeziehung zwischen der gro-Ben und der kleinen Bühne auf. Frau Dr. Ulrike Riss vom Theatermu-seum, dem wieder die Bereitstellung der Bildzeugnisse zu dankenist, besorgte die Zusammenstellung der Lebensdaten Ferdinand Rai-munds. Die Umsetzung einer Papiertheaterinszenierung von Der Al-penkönig und der Menschenfeind" in eine Ton- Dia- Schau, die dieAusstellung bereichert, geht neuerlich auf das Konto von Nikolai Do-browolskij.

Vorhang auf zum zweiten Teil!

Franz Grieshofer

PAPIERTHEATER II 3