und gelber Umrandung, Drachenkopf grün.
Villanders.
1= 80,5 cm
[ Abb. 3]
Inv. Nr. 17.979
Abb.: Michael Haberlandt, Volkskunst, Taf. 84/6.
Schmidt, Sensenscheiden, Abb. 4/3.
19. Sensenscheide. Aus einem Stück Nadelholz geschnitzt, inKerbschnitt verziert, teilweise gefaßt. Das eine Ende desScheidenkörpers ist flachkastenartig erweitert, das andereumschlossen und als Drachenkopf mit weit aufgerissenemMaul ausgestaltet. Kopf dunkelgrün, blau und rot gefaßt.Am Scheidenkörper kunstvoll geschriebener Spruch:
Fix und Hassen muß man Schiesenvor sie Laufen in die Welt(!)Und jung Madelen muß man liebenund bevor sie werden alt.
In den seitlichen Feldern des kastenförmigen Endes einspringender Hirsch und ein
MCCCXXXVIII.
Heumäherpaar.
Datiert
Ritten bei Bozen.
== 83 cm
Abb.: Schmidt, Sensenscheiden, Abb. 3.
Lit.:
Inv. Nr. 1085
Der Spruch ist eine Wanderstrophe aus dem Lied„ Jetztkommt die Zeit, daß ich wandern muẞ"( Erk- Böhme,Deutscher Liederhort, Bd. II, S. 363 f., Nr. 537 a).
20. Sensenscheide. Aus einem Stück Nadelholz geschnitzt, tief ge-bräunt. Schlanker Scheidenkörper von nahezu quadratischemQuerschnitt. Das eine Ende offen, das andere in Gestalt einesDrachenkopfes durchbrochen geschnitzt, derart, daß diebeiden Kiefer weit voneinander entfernt sind, die Vorder-zähne aber wieder aufeinanderbeißen. Der Rand der Scheideist mit Schuppen-, Zickzack- und Würfelleisten versehen, aufder Stirn des Drachenkopfes ein eingeschnittenes Penta-gramm, am Hals drei Kerbschnittrosetten. An der Außen-und unteren Fläche eingeschnitten der Spruch:
Tes ist mein Freit
wan ich hot(!) am Schneit. 1794
Vielleicht Villanders.
1= 75 cm
Lit.:
[ Abb. 2]
Inv. Nr. 33.847
Deininger, Volkskunst, Taf. XLI( Vintschgau).Holme, Peasant Art, Abb. 154-155, 163-165.Schmidt, Sensenscheiden( Schlern, Bd. XXX, 1949, S. 347 ff.).Schmidt, Gestaltheiligkeit im bäuerlichen Arbeitsmythos.
Wien 1952. S. 99 f.
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