Druckschrift 
Ich glaube was, was du nicht glaubst : Objekte jzu Phänomenen von Glaube und Aberglaube ; 13.12.2022 - 19.03.2023
Entstehung
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Sonntagberger Fraisenstein,

Schabstein, vermutlich 19. JahrhundertÖMV/ 39.525

Auf diesem Medaillon ist das Gnadenbildder Wallfahrtskirche vom Sonntagbergabgebildet, daher auch der Name desObjekts. Es besteht aus gebranntem Tonund kommt auch in bemalten Formenvor. Fraisensteine wurden als Heilmittelgegen Fraisen und andere Krankheitenverwendet. Hierzu schabte man- daherder Name Schabstein- ein wenig Materialvon dem Stein ab, rührte es in Wasser einund gab dieses Kranken zum Trinken.Der Begriff Fraisen fasste in frühererZeit unterschiedliche Krankheiten,die sich in krampfartigen Anfällen undvor allem bei Kindern zeigten. Es gibtneben Fraisensteinen auch Fraisenketten,Fraisenhemden und-häubchen in denvolkskundlichen Sammlungen zu finden.

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Schluckbildchen aus Mariazell,19.- Anfang 20. JahrhundertÖMV/ 41.031

Ähnlich wie Fraisensteine funktioniertedie Anwendung der Schluckbildchen.Wie Fraisensteine stammen sie auskirchlichen Werkstätten und wurden anWallfahrtsorten vertrieben. Die Bildchenwurden in Wasser eingeweicht undKranken in Speisen oder Tränke gemischtverabreicht. Auf diese Schluckbildchen istdas Gnadenbild von Mariazell gedruckt.

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Zwei Anhänger: Bergkristall und Achatin Silberfassung, 18.- 19. JahrhundertÖMV/ 17.091, ÖMV/ 1.542

Anhänger wie diese finden sich involkskundlichen Sammlungen zumeist ineinem Ensemble mit anderen Amulettenangehängt an Fraisen- oder Tschatsch-ketten. Die dort versammelten Amulettesollen unterschiedliche Wirkungenhaben, viele sollen vor ,, dem bösen Blick"schützen, wie etwa der Bergkristall.

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Rosenquarz, 2. Hälfte 20. JahrhundertPrivate Leihgabe

Die Besitzerin dieses Rosenquarzes hatihn einst erworben, um ihre Pflanzen zuheilen. Nachdem es ihren Pflanzen ohnesichtbaren Grund plötzlich schlechtergegangen war, suchte sie im Internetnach einer Lösung und stieß auf den Tipp,Rosenquarz in die Pflanzenerde zu legen.Steine wie dieser sind einfach und relativbillig in Esoterikgeschäften, aber auch aufWeihnachtsmärkten zu erwerben. Die Be-nutzerin glaubt nicht an eine übernatürlicheKraft der Steine, sondern daran, dass dieHerkunft des Gesteins aus einem Berg inder Lage ist, die Pflanzenerde zu reinigen.

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Bergkristall, 21. JahrhundertÖMV/ 89.839

Dieser Bergkristall wurde im 21. Jahrhun-dert von einem Hobbymineraliensammlerim Waldviertel gefunden und kam so zumSpender dieses Objekts. Der Spender selbstbeschäftigte sich eine Zeit lang mit derHeilkraft von Edelsteinen und hat diesenStein einer Frau geliehen, deren Tochter