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Ein gutes neues Jahr! : Glücksbringer aus der Sammlung des Volkskundemuseums Wien : 18.12.2018 - 17.02.2019
Entstehung
Wien [2018]
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Mit einem Glücksschweinins Neue Jahr

Die Schweinchenfiguren, die hier zu sehensind, gelangten zu unterschiedlichen Zeit-punkten in der zweiten Hälfte des 20. Jahr-hunderts ins Volkskundemuseum Wien.Manche stammen aus privaten Samm-lungen und kamen als Konvolut ins Haus,andere als Einzelobjekte. Das Volkskunde-museum als ein kulturwissenschaftlichesMuseum, das sich unter anderem mit denAlltagskulturen Europas beschäftigt, hatgroßes Interesse an diesen kleinen Figu-ren, auch aufgrund ihrer sozialen Funktion.Sie werden zum Jahreswechsel als Glücks-bringer" verschenkt. Nicht nur Figuren inSchweineform werden zu diesem Zweck inSupermärkten, einschlägigen Geschäftenund an eigens errichteten Marktständenverkauft, auch Rauchfangkehrer, Fische,Fliegenpilze oder Münzen sind typisch.

Der Brauch, einander zum Jahres-wechsel kleine Geschenke zu überreichen,lässt sich bis in die römische Zeit nahezulückenlos zurückverfolgen. Es ist damit wohlder einzige Brauch, dessen Ursprünge tat-sächlich in ,, heidnischer Glossar ::: zum Glossareintrag  heidnischer", also vorchristlicherZeit liegen. Damals wurden Süßigkeiten,Öllampen und Münzen als Zahlungsmit-tel, das aber auch Glück bringen sollte,verschenkt. Im frühen Mittelalter erklärtedie Kirche den 1. Jänner zum Fasttag undwollte damit das Feiern eindämmen. Im 15.

Jahrhundert wurde der 25. Dezember, derGeburtstag Christi, vom Papst zum Schenk-tag erklärt. Trotzdem hörten die Menschennicht auf, einander zum JahresanfangGeschenke zu machen. Vor allem Münzenwaren weiterhin beliebt und gehörten fürviele Berufsgruppen zur notwendigen Auf-besserung ihres Einkommens dazu, so etwafür niedere Staatsbeamte, Dienstleute odermanche Handwerksgruppen, die von Türzu Tür zogen, um ihre Neujahrswünschezu überbringen und dafür etwas Geld zuerhalten- so etwa die Rauchfangkehrer.

Wie aber wurde das Schwein zumGlücksbringer? Das ist eine Frage, diesich derzeit nicht völlig klären lässt. Eineumfassende Forschung zu diesem The-ma steht noch aus, allerdings gibt esmehr oder( sehr viel häufiger) wenigerseriöse Vermutungen und Einzelbele-ge, die als Hinweise dienen können.

Schweine spielten jedenfalls in denvorindustriellen Agrargesellschaften Euro-pas eine große Rolle fürs Überleben. In derJungsteinzeit wurden erstmals Wildschwei-ne domestiziert, seither sind Hausschweineaufgrund ihrer hohen Reproduktionsratenund ihrer Anpassungsfähigkeit, besonderswas ihre Nahrung betrifft, sehr wertvoll.Im Herbst war Schlachtzeit, damit dieJungtiere nicht über den Winter gefüttertwerden mussten und das Schweinefleischund die-würste wurden durch Trocknen,Räuchern oder Pökeln( Suren) mit Salz halt-bar gemacht, so dass viele Menschen überMonate zu Essen hatten. Manche Sprich-wörter, die im 19. Jahrhundert gesammelt