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Katalog der Sammlungen des Museums für österreichische Volkskunde in Wien
Entstehung
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wie in der Tracht auch im Hause und seiner Einrichtungdas Herkommen zäh bewahrt hat. Sämmtliche Einrichtungs-stücke waren vormals in Wirklichkeit zu einer Wohnstubeim Markte Mohelno( Bezirkshauptmannschaft Trebitsch) ver-einigt. Die Bemalung der Möbelstücke ist zumeist noch diealte; nur die Schüsselrem ist im alten Stil frisch bemalt.Auf der Eckbank sind die Namen des Hausherrn und desTischlers aufgemalt.

7. Istrianische Küche.

Abgesehen von der slawischen, im Tschitschenhauseculminirenden Einrichtungsart des Kochraumes ist im Südender Monarchie den ethnographischen Verhältnissen ent-

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sprechend die Küche von italienischem Charakter.Der Herd ist ein niedriger Aufbau mit mehreren Feuer-stellen; darüber hängt der Ka minmantel( Mantello, Nappa),um den Rauch zum Schornstein zu leiten. Auf dem Herde stehtdas Kesselgestell aus Schmiedeisen mit Schwing-kesseln; die Eisenkörbe dienen zur Aufnahme von Wein-gläsern oder Flaschen, in welchen man sich das Getränklaulich macht. Das Wasser zu Koch- und Trinkzwecken wirdin Kupferkesseln bereit gehalten, die an einem Trag-balken oder auf eigenem Gestelle hängen. Die Truhen,obwohl nicht zum eigentlichen Inventar einer Küche gehörig,trifft man doch vielfach in denselben an. Der kleine trans-portable Thon herd mit zwei Rosten, auf welchen Thon-dreifüsse und kleines Thongeschirr in die Gluth gestellt wird,ist im Küstenland ziemlich verbreitet und dient als eine ArtRechaud. Die Formen der Feuerböcke und Bratspiess-ständer auf dem Herde sind die specifisch italienischen.

8. Bürgerliche Schlafstube von Villach.

Die grössere Zahl der hier vereinigten Einrichtungs-stücke stammt aus dem Hause eines bürgerlichen Kupfer-schmiedes in Villach. Die eingelegten Möbel zeigen Intarsiamit verschiedenen Holzarten, die überdies nachträglich färbiggebeizt worden sind. Der grosse Doppelschrank war beiseinem Auffinden gänzlich mit Oelfarbe überstrichen, wobei dieEinlegearbeit durch die Bemalung vollkommen verdeckt odervielmehr in Form und Farbe ersetzt war. Die Stehuhr inder Ecke ist eine Spieluhr, welche, aufgezogen, acht Weisen