sargung gelegt werden, hinterher
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bemalt und mit Sprüchen versehen- imFreien aufzustellen. auf Fusssteigen, besonders auf dem Wege zur Kirche, meistüber Gräben, ist im Böhmerwald. von der Oberpfalz im Norden an über dieDonau herab bis in's Tirolische, ferner im bayerischen Wald, in Salzburg. Ober-österreich, in Westböhmen( Pilsen) und im nordöstlichen Winkel Böhmens( Braunau) verbreitet eine höchst beachtenswerthe alterthümliche Form desSeelencults, der sich über ein weites Gebiet des bajuvarischen Stammes erhaltenhat. Die Sprüche und Bilder auf diesen Brettern bewegen sich auf einem eigen-thümlichen Mischgebiet zwischen Volks- und Kunstpoesie und Symbolik.
Vergl. Dr. W. Hein:„ Die geographische Verbreitung der Todtenbretter."Mittheilungen der Anthropol. Gesellschaft in Wien, XXIV. S. 56, woselbst auchdie Literatur zusammengestellt ist.
3829. Todtenbrett( Nachbildung) mit zwei Dächern undzwei Kreuzen. Bemalung wie bei Nr. 3827. Inschrift:» Darauf hat geruhet
Josef Fink
Bürger aus Neumark
gestorben den 1. Juni 1894im 40. Lebensjahre.
O Mensch gedenke was Du bistLern auch was unser Leben ist
Ein Sarg nur und ein Leichenkleid,Bleibt uns von aller Herrlichkeid«<.Neumark, Böhmen.
Nische.
3830. Mutter Anna Selbdritt aus Holz, bemalt. Sohle beiNeutitschein.
3831. Madonna mit dem Kind, aus Holz. Mariazell.
1. Säulenrunde rechts.
Spinnräder.
Man unterscheidet Handspinnräder und Tritträder. Bis ins 14. Jahr-hundert wurde alles zum Spinnen verwendete Material mit der Spindel ver-sponnen. Mit der gesteigerten Einfuhr von Baumwolle nach Europa im 15. und16. Jahrhundert kam das Spinnrad auf, und zwar zunächst das Handrad, mitwelchem vorzugsweise Baumwolle versponnen wurde. Das Spinnen mit demHandrade geschieht dadurch, dass, nachdem der Anfang des Fadens an derSpindel befestigt ist, die linke Hand den Faden bildet, während die rechte dasTriebrad dreht, wodurch dem Faden die Drehung ertheilt wird. Das Spinnenmit dem Handrade geht sehr langsam vonstatten, es wurde deshalb dieses Spinn-geräth fast überall durch das Trittrad( Spinnen mit Spindel, Flügel und Spule)verdrängt. Verwendung findet das Handrad in unseren Gegenden nur vereinzeltnoch als Spulrad bei Hauswebern. Die Erfindung des deutschen Flachsspinn-rades wird Johann Jürgen in Wattenbüttel zugeschrieben( 16. Jahrhundert). ZurAufnahme des zu verspinnenden Rohmaterials dient ein langer Stock( Rocken,