des Stiftes Zwettl für den dortigen Forst hergestellt, dannnicht verwendet und nach Gobelsburg übertragen, wo es nun imZuge des Bildstockwanderweges eine sinnvolle Bereicherungbildet.
12 HEILIGES BRÜNDL, AUCH MARIA BRÜNDL
Vom Familienkreuz führt uns der Lehrpfad, zuletzt ziemlichsteil abfallend, nach Norden zum Heiligen Bründl, auchMaria Bründl genannt. Es ist ein schönes Beispiel für diePatronanz der Gottesmutter über Quellheiligtümer, deren Was-ser ja meist für heilkräftig erachtet wird. So auch hier:schon um 1660 hören wir von dieser Kultstätte, die früher ausdem nördlichen Niederösterreich, ja angeblich sogar aus Polenaufgesucht worden ist% 3B heute rekrutiert sich der Zuspruch ausder umliegenden Gegend. Außer der Heilwirkung des Wassers wares die Fürsprache der Madonna um den für die ganze Landwirt-schaft so nötigen Regen, welche das trauliche kleine Heilig-tum so beliebt machte. Der eigentliche Kultgegenstand war eineStatue der Gottesmutter mit dem Kind, die sich heute in derPfarrkirche von Gobelsburg befindet; an ihrer Stelle sehen wirdermalen in der Mitte des halbkreisförmig angelegten Quell-heiligtums ein Bild mit der Wiedergabe des seinerzeitigen Zu-standes. Unterhalb davon liegt eine Statue der uns schon be-kannten Pestheiligen Rosalia in ihrer Grotte. Vor der dan-kenswerter Weise durchgeführten Renovierung zeugte eine Men-ge verschiedenartigster Bilder und Statuetten von der nochimmer vorhandenen Attraktivität der anheimelnden Gnadenstätte;an ihrer Stelle wurden Großphotos von Motiven aus dem Stephans-dom zu Wien angebracht und zwar: eine gotische Maria mit demKind, ein heiliger Christophorus( dessen Kult im Zeitalter der16