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Neuer Führer durch die Sammlungen des Museums für Österreichische Volkskunde
Entstehung
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und ein Tonkrug. Neben dem Bette eine blaueWiege,» kolebka«, mit Raben bemalt( die Kinderbringt nicht der Storch, sondern der Rabe). Eineblaue, bemalte Doppelbank,» lavice«, miteinem Tisch,» stul«<, und zwei roh geschnitztenSesseln. Ueber dem Tische hängt die Pfingst-taube. Ueber der Bank einerseits eine mitEngelsköpfen bemalte Bilderleiste, auf welchervier Wachs reliefbilder, darunter die heiligeMutter Anna selbdritt, in Glas und Rahmen ruhen,darunter 15 Wallfahrtsbildchen in bunten,von einer Slowakin geflochtenen Papierrahmen;anderseits eine bemalte Schüsselrem mit fünfSchüsseln, einem Tragtopf,» nosák«, zum Essen-tragen und einem geflochtenen Zöger, mocna<<.Ueber dem Bette hängen vier Bilder von dem be-reits verstorbenen slowakischen Dorfmaler Hanin Groß- Blatnitz, darstellend den heiligen Antoniusmit der Wallfahrtskirche auf dem Antonsbergebei Groß- Blatnitz, Mariens Krönung, Maria aufder Mondsichel und den heiligen Florian. Endlichist zu bemerken ein Trittspinnrad mit Spindelund Spulenantrieb.

6. Mährische Wohnstube( Umgebung von

Eibenschitz).

Diese Stube ist in Anordnung und Ausstattungder Möbel vollkommen typisch, da die slawischeBevölkerung Mährens wie in der Tracht auch imHause und seiner Einrichtung das Herkommenzäh bewahrt hat. Sämtliche Einrichtungsstückewaren vormals in Wirklichkeit zu einer Wohn-stube im Markte Mohelno( Bezirkshauptmann-schaft Trebitsch) vereinigt. Die Bemalung derMöbelstücke ist zumeist noch die alte; nur dieSchüsselrem ist im alten Stile frisch bemalt. Aufder Eckbank sind die Namen des Hausherrn unddes Tischlers aufgemalt.