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Neuer Führer durch die Sammlungen des Museums für Österreichische Volkskunde
Entstehung
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4. Schlesische Wohnstube.

Auch hier sind Möbelstücke aus Ostschlesienohne strenge typische Anordnung- zusammen-gestellt. Bemerkenswert der Kastentisch( 18. Jahrh.),die typische Drehbank, die Weberzunfttruhe ausJablunkau, die hölzernen bemalten Schüsselreme( połka), der Handwebstuhl samt Zubehör( einigesdavon auf der Decke des Raumes); ferner die aufGlas gemalten und mit Schmuck behängtenBilder.

5. Slowakische Stube.

Charakteristisch ist die bunte Bemalung derMöbel. Die Stelle der Kleiderkästen, welche durch-wegs fehlen, vertreten die Truhen. Die Verzierungder Wände erfolgt durch Patronen, die in halbierteErdäpfel eingeschnitten werden. Sämtliche Ein-richtungsstücke dieser Stube stammen von Groß-Blatnitz in Mähren. Der Ofen aus grünen Kachelnkonnte Raummangels wegen nicht aufgestelltwerden.( Ein Nischenkachel davon mit plastischerMuttergottes befindet sich in Nische 72.)

Einrichtungsstücke: Ein blaues, buntbemaltes Bett,» postel«<, mit Leintuch, zweiTuchenten und sechs Polstern; zwei blaue, be-malte Truhen,» truhla«, die eine über hundertJahre alt; an der Bettwand eine aus Binsen ge-flochtene Matte.( Das Flechten von Matten unddergleichen aus Binsen bildet einen wichtigenErwerbszweig der Groß- Blatnitzer, der sie in diemeisten größeren Städte Europas führt.) Ein drei-seitiger Eckschrank( dieser Schrank, der heutenicht mehr gebräuchlich ist, stand in einerKüche); auf dem Schranke ein Glasbild mit derschmerzhaften Muttergottes, darüber ein geweihterBuschen,» der Bart des heiligen Iwan«; außerdemein Kruzifix, eine binsenumflochtene Weinflasche