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1. Oberösterreichische Wohnstube.
Die Möbel, zumeist um die Wende des 18. Jahr-hundertes datiert, sind in jenem Stil und Geschmackbemalt, der für die Gegend zwischen St. Florianund Steyr in besseren Bauernhäusern typisch ist.Um den Ofen aus grünen Kacheln läuft dieOfenbank und das Ofengeländer(» Ofnglana«),das zum Trocknen von Wäsche und nassen Ge-wändern benützt wird. In der Ecke ist das Altarl,mit Kruzifix und Heiligenbildern, gewöhnlich be-hängt mit dem meist rot gestickten Altarltuch,das aus dem Brautschatze der Hausfrau stammtund von ihr selbst in ihren Mädchenjahren ver-fertigt wurde. Es fehlt die typische Eckbank,die an den Wänden des Zimmers läuft. Eigenartigist die Bemalung des Tisches( mit Eßbestecken)sowie die Dekoration des Kastens,» 1792«<, diedurch Nachahmung von Intarsia, Aufkleben vonbemalten Kupferstichen( Kaiser Josef II. undFriedrich II., österreichische Soldatentypen u. s. w.)sowie Uebermalung hergestellt ist. Neben derStube liegt:
2. Das>> Stübl«( Stubnkamma), die Schlafstubn.Es ist kleiner als die Stube. Das doppel-spannige Bett( mit gestickter Bettwäsche), dieWiege, eine oder zwei Truhen, ein Kastenbilden den Zimmerrat.
3. Steirische Wohnstube( Ennstal).
Ohne typische Anordnung sind hier im wesent-lichen bloß die schweren, gut und alt bemaltenMöbelstücke( aus der Mitte des 18. Jahrh.) ausObersteier zusammengestellt. Auf dem Tisch unteranderem: ein Hackbrett, ein bäuerliches Hazard-spiel.