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Führer durch die Sammlungen des Museums für Österreichische Volkskunde in Wien
Entstehung
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3 Die alpine Küche.

Sie wird durch den offenen Herd mit Rauch-mantel( Kogel) charakterisirt. Der Rauch zieht meist durchein Loch der Küchenwand in einen hölzernen Schlot. DasKochen wird auf die S. 51 geschilderte Weise besorgt. Aneiner Wand der Küche ist eine Schüsselrem( Schüssel-ream) angebracht. eine Stellage für Teller und Schüsseln.An einem kleinen Holzkästchen mit Lade längt dasHandtuch. Die Kücheneinrichtung als solche erklärt sichim Uebrigen von selbst.

4. Zimmer der Goralen in Schlesien.

Ein typisches Goralenhaus( izba) besteht gewöhnlichaus zwei Stuben: der schwarzen und der weissen. In ersterer,mit Rauchfang. wohnt der Gorale im Winter; sie ist aufsAergste verrusst; in letzterer( der weissen), die immer reinist, hält er sich im Sommer auf. Unsere Stube ist eineweisse. Der Hausrath ist im Goralenhause infolge dergrossen Armuth seiner Bewohner höchst dürftig und wenigtypisch. In der schwarzen Stube läuft an drei Wänden einelange Bank hin; in der Ecke steht ein schwerer Tisch mitmassiven Stühlen. Der Backofen steht auf einem eigenenGestelle; Feuer wird am Rande des Backofens angemacht.Hinter dem hölzernen Fussgestelle sitzen im Winter dieHühner. In einer anderen Ecke steht ein ganz einfaches Bettmit geschnitzten Seitentheilen. In der dritten Ecke hängtan der Wand eine Art Credenz für Teller und Schalen( Schüsselrem, połka). Netter, aber nicht so typisch in Aus-stattung und Anordnung ist der Hausrath in der weissenStube. Charakteristisch sind die Beleuchtungsvorrichtungen,einfache S panträger aus Eisen, die zwischen die Balkendes Blockhauses eingeklemmt werden, um den Brennspanzu tragen. Bemerkenswerth ist die schön geschnitzte Weber-zunfttruhe links.

5. Steirische Wohnstube( Ennsthal).

Die schweren, gut und alt bemalten Möbelstücke( siepflegen von Zeit zu Zeit frisch übermalt zu werden) sind