Druckschrift 
Führer durch die Sammlungen des Museums für Österreichische Volkskunde in Wien
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

39

mann; in 80 böhmische Krüge, unten einTauftopf aus Oberthemenau, eine sehr schöneBackform eben daher.

In den Pulten 76-80: Schüsseln und Telleraus Mähren und Böhmen, zumeist slowakisch;in 80 Keramik aus der Umgebung von Lunden-burg, beispielsweise die Platte mit St. Florian.

Flg. 9-10. Ostereier aus der Rukowina.

Die böhmische Keramik, wie die österreichische unddeutsche von der italienischen im 16. Jahrhundert beeinflusst,hatte ihre Mittelpunkte in Prag und Kuttenberg. Bemerkens-werth ist, dass die bemalte Keramik in Böhmen keine reicheEntwicklung findet. Grosse Verbreitung fand die sogenannteBunzlauer Waare. Eine weit intensivere Blüthe erfuhr dieKeramik in Mahren, wo die Töpferkunst verschiedene Mittel-punkte fand und eine reiche Typenbildung eintrat. Iglau,Znaim, Wischau, Neudorf bei Ung. Hradisch, Teltsch undZlabings haben die bemerkenswerthesten Töpfereien aufzu-weisen. Die mährische Töpferkunst wirkte durch die Slowakeibis ins Gebiet der ungarischen Slowaken aufs Intensivste ein.

Pultkasten XIX( 81): Mährische und böh-mische Hauben und Stickereien.

Ausserordentlich gross ist der Reichthum an nord-slawischen Stickereien. Die mährische Hauptgruppe

in