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Führer durch die Sammlungen des Museums für Österreichische Volkskunde in Wien
Entstehung
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In einigen Gegenden, so um Lundenburg und Prossnitz,begnügt man sich, das Ei roth oder blau zu färben und danndie Zeichnung herauszuritzen. In neuerer Zeit beklebt mandie Ostereier mit Flitterwerk. In Galizien werden auch Woll-fäden zur Verzierung verwendet. Am einfachsten ist dieFärbemethode in den Alpenländern, wo die Eier in Zwiebel-schalen, buntes Papier und dergleichen gewickelt und sodurch Kochen gefärbt werden.

Siele die Abhandlung: Das Osterei in der IglauerSprachinsel von Prof Fr. P. Piger( Zeitschrift für österr.Volkskunde, II. S. 23 ff.).

In 28 eiserne Votivthiere, darunter( selten)eine Biene, ein Leuchtermännchen aus Eisen,Raithölzer aus dem Böhmerwald.

( Siehe darüber Zeitschrift für österr. Volkskunde,VI. S. 150 ff.)

In 29 volksmässige Glasbilder aus demBöhmerwald mit Heiligen, darunter der Vieh-patron Patrizius, Haussegen aus dem Riesen-gebirge; in Pult 30 eine Sammlung der imBöhmerwald typischen Schnupftabakfläschchenaus Glas, ferner Dosen aus Birkenrinde, einTabakscherm", Buttermodel u. s. w.; in Pult31 Krippenfiguren aus der Budweiser Gegendund Photographien mit Darstellung des Christ-kindlspieles aus dem Riesengebirge.

Oben am Kasten Bilder mit Darstellungeiner Schönhengstler Bauernhochzeit.

Die Deutschen in den Alpenländern.

Nische 32: Musikinstrumente der Deut-schen in den Alpen- und Sudetenländern.Bemerkenswerth das Iglauer Streichquartettmit Ploschprment, Klarfiedel und Grobfiedel( vergl. Zeitschrift für österr. Volkskunde, IV.S. 105); ein altes Pinzgauer Hackbrett, 18. Jahr-hundert, ein Strohfiedel aus Tirol, Glöckltruh'naus Steiermark und Kärnten, eine geschnitzteOsterratsche aus Lanzenkirchen u. s. w.