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Führer durch die Sammlungen des Museums für Österreichische Volkskunde in Wien
Entstehung
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Blosslegung der Skelettheile den Angehörigen gewöhnlichangesagt wird, um für die Reinigung, Bergung und Bei-setzung der Knochen im Beinhause Vorsorge treffen zukönnen. Bei diesem Anlasse wird dann manchmal der Schädelvom Ortstischler mit verschiedenartigen Ziejaten und Em-blemen bemalt. Am häufigsten ist der Blumen- oder Rosen-kranz, der ganz im Styl, wie er die Alpenmarterln, Leichen-bretter u. s. w. kennzeichnet, gehalten ist. Ein häufiges Motivist auch die Schlange, die sich um den Schädel windet undgewöhnlich aus einer Augenhöhle kriechend dargestellt wird.In anderen Fällen ist der Name des Verstorbenen in farbigenBuchstaben aufgemalt oder wenigstens die Initialen seinesNamens.

Der Brauch ist in Oberösterreich und Salzburg häufig,in Steiermark und Kärnten vereinzelt anzutreffen, fehlt da-gegen in Tirol.

( Vergl. Zeitschrift für österr. Volkskunde, I. p. 80 ff.)Schädel mit Lotterienummern beschrieben.Aus dem Beinhause von Maria- Wörth, Kärnten.

Die mit Nummern bis 90 beschriebenen Schädel werdenheimlich in die Kirche zur Messe gebracht; indem man denSchädel während des Dienstes unverwandt ansieht, ver-schwinden alle Nummern bis auf einige, welche dann gezogenwerden sollen. Dieser Aberglaube ist in den Alpenländern,wie aus Böhmen, nachgewiesen.

( Vergl. Zeitschrift für österr. Volksunde, I. S. 80-81,II. S. 375.)

In Pult 22: Taufschusseln aus Messingmit der Darstellung von Adam und Eva( ver-breitetes Motiv), Weihbrunnen und sogenannte,, Amasdedin", Amulete; in 23 kleine Crucifixeund Anhängseln von religiöser Bedeutung; in24 Wallfahrtsvotive aus Wachs, geschriebeneGebetbücher, zwei sogenannte Bärmuttern,gegen Uteruskrankheiten in Tirol aufgeopfert.

( Siehe darüber Zeitschrift, für Volkskunde. Berlin,Bd. X, S. 420 ff.)

In Pult 25: Firmbreverl aus Wachs( Vieh-tau), Pinzgauer Krippenfiguren, ein schönesGlasbild, die Anbetung Jesu durch die heiligendrei Könige darstellend, typisch.