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Die Krakauer : traditionelle Volkskultur aus Südpolen
Entstehung
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Siedlungs- und Gehöftformen

Dörfliche Architektur, Hausinneres

ür die Dörfer im Krakauer Land waren zwei Siedlungsformen typisch. Es gab

Dörfer mit geschlossener Verbauung, oder sie hatten die Form langgezogener

Ketten, deren Glieder, die einzelnen Gehöfte, sich auf beiden Seiten einer Straßebefanden. Die Bauernhütten waren so gebaut, daß ihre Frontseite der Straßezugewandt war. Dort wo es möglich war wurden die Hütten so gebaut, daß dieFrontseite nach Süden oder Südosten gerichtet war.

An der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert waren im Krakauer Land meistensGehöfte mit mehreren getrennt um den Hof stehenden Gebäuden anzutreffen. Esgab aber auch vierseitige, in Form eines Rechtecks geschlossene Gehöfte. DieAnwesen der ärmeren Dorfbewohner bestanden aus einem einzigen Gebäude, indem sich die Wohnung und die Wirtschaftsräume unter einem Dach befanden.

Das Grundmaterial der dörflichen Architektur im 19. und zu Beginn des20. Jahrhunderts war Holz, und die allgemein verwendete Wandkonstruktion wardie Blockbauweise, auch Schrotholzbau genannt. Seltener kamen archaischeTechnische Lösungen zur Anwendung wie geflochtene Wände oder Einschiebewändemit Pfosten; letztere wurden hauptsächlich zur Konstruktion von Wirtschaftsgebäudenbenutzt. Sporadisch diente Kalkstein als Baumaterial; Gebäude aus Ziegeln wurdenerst in den 1870- er Jahren errichtet.

Das charakteristische Merkmal eines Wohngebäudes war ein hohes Walmdachaus Stroh, später verbreiteten sich Satteldächer. Die Deckmaterialen waren

Bauernhütte. Ende des 19. Jh. Umgebung von Kaszów, Woj. Kraków. westlicher Teil des KrakauerLandes

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