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Der Kellerfund von Kittsee
Entstehung
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Eine weitere aussagekräftige Fundgruppe wäre noch die beträchtliche Aufsamm-lung von Knochen, die die Reste von Speisen darstellen und zur Rekonstruktion von Speise-zetteln sehr dienlich sein werden. Vorderhand sind sie noch nicht bestimmt.

Die Herkunft der Keramiken

Im Anschluß an die Katalogaufzählung ergibt sich wohl die Frage, wo diemeisten Keramiken gekauft worden sein könnten. Es ist naheliegend, daß ein Teil der Warebesonders aus dem lokalen und ungarischen Bereich auf den vier Jahrmärkten und den Wochen-märkten das Marktrecht ist bereits 1416 urkundlich belegt- erstanden werden konnten,während sich als weitere Märkte vor allem Preßburg, Hainburg und Wien anboten.

Vom Peter- und Pauls- Markt war bereits die Rede, auf welchem man die be-gehrte Passauer Ware erstehen konnte. Eine andere Frage ist die des Kauforts der Fayence.Selbstverständlich kommt da vor allem Preßburg als Hauptumschlagplatz für die allgemeingeschätzten Habaner Erzeugnisse in Frage.( Die Rolle der Habaner im burgenländischenRaum habe ich in meiner gleichnamigen Arbeit in den Burgenländischen Forschungen,Heft 61, Eisenstadt 1971: Ethnographia Pannonica, S. 74- 84, niedergelegt, deren Titeljedoch vom Herausgeber aus" redaktionellen" Gründen auf" Die Rolle der Habaner impannonischen Raum" umgeändert wurde.)

Dieser Umschlagplatz galt aber sicherlich nicht für die aus der österreichischenMarkgrafschaft Mähren stammenden Fayencen. Aber Wien hatte eine eigene Schutz-Ordnung für" brüderische Geschirrhandler". Ausgegangen ist sie von einer Beschwerdeder drei Bürger der Stadt Wien Heinricht Wildtgannss- Vorfahre des Dichters Anton Wildgans( Bürgereid abgelegt am 21. Jänner 1699), Philipp Gross( Bürgereid am gleichen Tage) undPeter Rosenpüchler( Bürgereid am 16. März 1699), daß sie in ihrem Gewerbe als brüderischeGeschirrhändler durch unterschiedliche Händler, Marktfahrer und Hausierer schwer beein-trächtigt wurden und nun um Schutz gegen diese unlautere und unbefugte Konkurrenz baten.Dieser Beschwerde gab der Bürgermeister der Stadt Wien Jacob Daniel Tepser statt und erließam 16. Oktober 1699 eine Schutzordnung( Wiener Stadtarchiv H.A.- Urkunden 7610), diein den späteren Jahren öfters erweitert und am 18. Mai 1703 sogar erstmalig vom KaiserLeopold 1. erlassen wurde( ebendort, H.A.- Urkunden 7613), als die Zahl der brüderischen