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bald standen einige große Töpfe da, wo es doch vorher scheinbar nur zusammenhangloseScherben gegeben hat. Und das ergab die Erleuchtung des Heinrich Reiteritsch. Die Ge-schichte der gefilmten Sprengung eines Fabrikschlotes und seines eindrucksvollen Zusammen-bruches, sowie seiner Wiedererstehung durch einfachen Rücklauf des gleichen Filmes warihm nun so klar und einleuchtend, daß er bald nicht mehr Scherben, sondern nurmehr dasdazugehörende Größere und Ganze sah. Das war und ist der brave Reiteritsch. Und ich hattenun einen Verbündeten mehr.
Obwohl man annehmen mußte, daß oft nur Teile von in der Schloßküche zerbro-chenen Gefäße in den Keller gekehrt wurden, so war es doch sehr wahrscheinlich, daß diemeisten Gefäße im Keller zerbrochen wurden oder beim Zusammenfallen der abgemorschtenRegale, von denen noch einige Reste gefunden wurden, zerbrachen. Also mußten wenigstensvon diesen Gefäßen die Scherben komplett vorhanden sein.
Und nun ergab sich, daß doch etliche. Lücken im Fundbestand vorhanden seinmußten, das heißt, daß wir bei unserer Kellerarbeit nicht sorgfältig genug gewesen waren.
Da war nun guter Rat teuer. Oben die Betondecke, darauf der PVC- Belag unddie Firma Mautner Markhof begann gerade die Aufstellung der Kantineneinrichtung mit einergroßen Theke. Aber Bauarbeiten waren für uns keine Abschreckung. Gerade in den letztenMonaten hatte Reiteritsch den großen Keller vollkommen entrümpelt und auch alle späterenEinbauten und Mauern abgetragen, so daß wir mit den Gegebenheiten des Kellers sehr ver-traut waren. Für uns gab es nur eine Möglichkeit: von diesem Keller zu unserem Küchen-keller vorzustoßen. Da mußte mit aller Vorsicht vorgegangen werden, um ja nicht Menschen-leben zu gefährden. Reiteritsch sollte nicht umsonst aus russischer Kriegsgefangenschaftheimgekommen sein, um dann hier unter den Grundfesten des Schlosses begraben zu werden.So brachen wir an der Nordseite des großen Kellers die Fundamente des altenGebäudes auf, bestehend aus großen Granitblöcken, die in der Nähe von Berg noch heutegebrochen werden. Doch hinter dieser ca. 1 m dicken Steinmauer gab es nur angeschüttetenSand in einer Dicke von ca. 1,80 m. Der Küchenkeller lag vollkommen isoliert da. DasMauerwerk war keine Gefahr, aber dafür der angeschüttete Sand. Da aber erwies sichReiteritsch als Meister. Seine zehnjährige Kriegsgefangenschaft hat ihn so manche Hand-werksarbeit kennenlernen lassen und als sehr selbstbewußter Landwirt mit Nebenerwerb kanner auch zu Hause so gut wie alle Arbeiten selbst durchführen. So baute er einen 1,80 m