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Der Kellerfund von Kittsee
Entstehung
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Die Revitalisierung des Schlosses Kittsee

Der 16. Oktober 1973 begann wie jeder andere Wochentag in dem vor demgänzlichen Verfall geretteten und sich nun zu einem ansehnlichen Schloß gemausertenGebäude: mit Arbeit der Professionisten an der Bausubstanz und Arbeit des Musealbeamtenmit seinen zwei Gehilfen im bereits fertiggestellten Depot, in den allmählich Gestaltannehmenden Schauräumen des ersten Stockwerkes und im bis vor kurzem vollkommen ver-wilderten Park.

Daß der seit den Fünfzigerjahren neu betriebene Plan eines osteuropäischenVolkskundemuseums gerade im Schloß Kittsee Wirklichkeit werden konnte, ist dem tat-kräftigen Bemühen des damaligen Landeskonservators für das Burgenland Dr. AlfredSchmeller zu danken, der für den Wiederaufbau der bereits abgewrackten Ruine auch diehiefür notwendige Funktion vorschlug: das östlichste Schloß Österreichs sollte als dasEthnographische Museum für Ost- und Südosteuropa gleichsam zum Fenster nach demOsten und Südosten werden. Die Idee eines österreichischen Ostmuseums geht aber hun-dert Jahre weiter zurück, wie uns die im Jahre 1875 auf der Internationalen Ausstellungin Paris angekauften wunderbar ausgestickten Langhemden der Bulgaren von Salonikiverraten, die auf den angehefteten Zetteln den Vermerk" Acheté par Österr. Ostmuseum"tragen.

In der Sitzung vom 15. Jänner 1970, an der Vertreter des damaligen Bundes-ministeriums für Unterricht, der Burgenländischen Landesregierung und der MarktgemeindeKittsee als Eigentümerin des Schlosses teilnahmen, legte der Verfasser dieses Berichteseinen kompletten Plan für die Einrichtung des auf Vorschlag von Min.Rat Dr. Carl Blaha" Ethnographisches Museum" benannten Institutes vor. Und rückblickend darf mit Genug-tuung festgestellt werden, daß dieser Plan auch bis zur letzten Einzelheit durchgezogenwerden konnte. Den Probegalopp dieses Museums ermöglichte wieder Hofrat Dr.AlfredSchmeller, diesmal als Direktor des Museums des 20. Jahrhunderts, der das ganze Parterre