aus
Kleine Kaffeegeschichte
Vermutlich schon im 9. Jahrhundert u.Z. wardie anregende Wirkung der Früchte desKaffeestrauchs in Süd- Äthiopien(" Kaffa")bekannt. Bereits damals schon sollen Mönchediesen gerösteten" Qahwa"-Bohnen einschwarzes, starkes Getränk bereitet haben, dases ihnen ermöglichte, beim Nachtgebet wach zubleiben. Von Athiopien gelangte die Kenntnisder Kaffeebereitung über den Jemen u. a. auchnach Mekka. Diese Stadt verdient in diesemZusammenhang insoferne eine Erwähnung, als1512 dort Unruhen ausbrachen, weil derStatthalter von Mekka den Kaffeegenuẞ ausreligiösen Gründen verboten hatte. Die nächstehier wichtige Nennung stammt aus dem Jahr1554, als in Konstantinopel( Istanbul) dieerste Kaffeeschänke eröffnet wurde.Spätestens von diesem Zeitpunkt an kann manKaffeetrinkenalsalltagsübliche
das
Gewohnheitim türkischen Einflußbereichvoraussetzen. Ohne hier tiefer auf die weitereAusbreitung des Kaffeegenusses besonders inder" christlichen Welt" einzugehen- hier seinur vermerkt, daß Rohkaffee als Arzneimittelspätestens seit 1582 in europäischen Apothekengeführt wurde-. sei lediglich aufgezeigt, daßdas Wiener Kaffeehaus
drei
Gründerväter
aufzuweisen hat: einen legendären, nämlichFranz Kol( t) schitzky,gesicherte, nämlich Johannes
GeorghistorischDiodato
und
zwei
und Isaak de Luca Legende und
sowie
der weltweit
ließen daskulturellen
Geschäftstüchtigkeitbekannte Hang des Wieners, sein zweites zuHause im Kaffeehaus zu haben," Wiener Kaffeehaus" zu einerInstitution von Wien werden.Zum Kaffee kamen Zeitungen und Spiele, wieBillard, Schach und Karten. In den Vorstädtenentstand das" Tschecherl"
" Volkskaffee",
genannt; weiters kamen die Konzertcafés, dieprunkvollen Ringstraßen- Cafés, Künstler- undLiteratencafés in Mode.
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