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Möbel aus Kroatien : Funktion und Ästhetik traditioneller Wohnkultur ; eine Ausstellung des Ethnographischen Museums in Zagreb im Ethnographischen Museum Schloss Kittsee, Burgenland von 17. März bis 29. September 2002 im Rahmen von EFMO, Ethnologie-Forum Mittel- und Osteuropa
Entstehung
Wien Kittsee [2002]
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Aus schriftlichen Informationen über die Inneneinrichtung der Häuser in derBaranja; Ostslawonien, ist ersichtlich, dass auch dort die Anordnung der Möbelnach festen Regeln erfolgte. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Hausgeräumiger und erhielt zumeist zwei Zimmer, das Vorder- und dasHinterzimmer. Der Ofen befindet sich in einer Ecke, der Tisch mit den Stühlenin der anderen, während die Betten und die anderen Möbelstücke an den übri-gen freien Wandbereichen aufgestellt werden.

Bis zur Mitte dieses Jahrhunderts gab es in der Baranja genügend Handwerker,Tischler und Malermeister. Diese Handwerke sterben jedoch langsam aus,weshalb immer mehr Industrieerzeugnisse gekauft werden. Typisch für dieBaranja war die Bemalung der Möbel: Auf dem blau und gelb gefärbtenUntergrund wurde mit kräftigen Ölfarben ein Muster aufgetragen, das meistPflanzenmotive aufwies. Nahezu das gesamte Mobiliar war bemalt: Betten,Wiege, Bänke mit Lehnen, Regale, Truhen und auch so mancher Schrank,darunter auch Geschirrschränke. Die älteren Hausbewohner und das Ehepaarschliefen in Betten, die von den hauptsächlich deutschen Dorfhandwerkernangefertigt wurden. Ab der Mitte des Jahrhunderts wurden diese jedoch in denStädten gekauft. Die von den Dorfhandwerkern hergestellten Betten warenmeist nur aus einigen Brettern in Form einer niedrigen Kiste auf vier Beinen undmit hochgezogenen Kopf- und Fußteilen angefertigt. Das Kopfende wurde mitSchnitzereien oder gemalten Pflanzenmotiven verziert. Neben dem Bett standein Tisch, ein Hocker oder ein Bänkchen aus Eichenholz, das zum Einstieg indas hochgestelzte Bett diente. Zudem gab es im Zimmer Stühle mit aus Schilfgeflochtener Sitzfläche. Zum Inventar eines Bauernhauses gehörte immer aucheine Wiege, in der die Kinder schliefen und worin sie getragen werden konnten.In den meisten Fällen wurden sie in Form von kleinen Kisten angefertigt oderaus Ruten geflochten. Falls es keine Wiege gab, konnte das Kind auch in einemHolztrog getragen werden. Die Seitenteile der Wiege wurden meistens von Dorfzu Dorf unterschiedlich beschnitzt und bemalt. Im Zimmer wurden zweierleiTische benutzt, ein hoher und ein niedriger. Der hohe Tisch war viereckig miteiner massiven Holzplatte. Er besaß eine Schublade für das Essbesteck undandere kleine Haushaltsgegenstände. Um den Tisch standen Stühle mit aus

gemauerter

Kamin,

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