sind bereits seit dem 10. Jahrhundert bekannt und befanden sichvorerst in Klosterbesitz. Sie wurden jedoch bald auch von denGrundherrschaften und Städten überall dort gebaut, wo viel Ge-treide anfiel und entsprechend Mühlwasser vorhanden war. Da diekleineren Bäche jedoch nicht immer genug Wasser zum Betrieb derMühlen führten, errichtete man Mühlen auf in der Donau veranker-ten Schiffen. In Wien geschah dies vor allem auch am Wienfluß,woran Namen wie Bärenmühldurchgang, Heumühlgasse, Mühl-gasse, Hofmühlgasse im vierten, fünften und sechsten Gemeinde-bezirk erinnern.
( Über-) Lebensnotwendig war und ist Wasser auch für die Bekämp-fung von Feuer. Kaiserin Maria Theresia verordnete eine allge-meine Hilfspflicht für alle Dorfbewohner im Seewinkel, wo dieHäuser schilfgedeckt und daher besonders brandgefährdet waren.Darüber hinaus war jeder einzelne angehalten, hinter seinem Hausstets einen mit Wasser gefüllten Kübel bereit zu halten. 1848 wurdeim Zuge der Bildung des Vereinsrechts die Basis für die Gründungvon Freiwilligen Feuerwehren geschaffen. Die Feuerwehrdepots mitder entsprechenden Ausrüstung vorerst Handspritzen, späterSpritzenwagen, Kübel, Hacken, Helme und Kleidung- befandensich ursprünglich am Dorfanger in unmittelbarer Nähe des Dorf-teiches.⁹
Zu guter Letzt sei noch die Körper-, Kleidungs- und Hausreinigungerwähnt, die ohne Wasser nicht möglich wäre. Besonders dasWäschewaschen beanspruchte vor der Erfindung der Waschma-schine viel Zeit und Kraft und wurde für viele Frauen zum Beruf.Um den hartnäckigen Schmutz aus der Wäsche zu lösen, weichteman diese meist über Nacht in möglichst weichem, also Regen-wasser ein, dessen Wirkung mit Hilfe von Lauge verstäkt wurde.Besonders verschmutzte Stellen wie Krägen und Manschetten be-handelte man zusätzlich mit Seife. Am nächsten Tag, bei berufstäti-gen Frauen der Samstag, folgte das Sechteln bzw. Auskochen, diemechanische Reinigung mit Pleuel, Waschrumpel oder Bürste undschließlich das mehrmalige Schwemmen in wenn möglich fließen-dem Wasser.10 Diese aufwendige und schwere Arbeit ließen sich ver-
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